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Mit der wirtschaftlichen Erholung steigen auch die Preise. Foto: panthermedia

Mit der wirtschaftlichen Erholung steigen auch die Preise

Höhere Löhne, damit mehr Geld im Portemonnaie bleibt

18.01.2012 Ι Alles wird teurer. Ob Supermarkt, Tankstelle, Bäcker oder im Nahverkehr - fast überall legen die Verbraucher mehr Geld als noch vor einem Jahr auf den Tisch. Mit ihrer Tarifpolitik will die IG Metall auch dafür sorgen, dass die Inflation ausgeglichen wird.

Die Preise steigen. Das belastert Arbeitnehmer. Für sie ist entscheidend, was sie sich von ihrem Lohn noch leisten können. Doch gerade das alltägliche Leben wird für viele Menschen immer teurer. Gegenüber dem Jahr 2010 sind die Verbraucherpreise in Deutschland um 2,3 Prozent gestiegen. Die Inflationsrate ist eines der Elemente, die die IG Metall bei der Tarifforderung neben der Produktivität und der Umverteilung berücksichtigt.


Die Verbraucherpreise entwickeln sich nicht überall gleich. Es gibt Unterschiede. Das Statistische Bundesamt, das die Inflationsrate ermittelt, berechnet dafür die Preisentwicklung einzelner Warengruppen.


Energie verteuerte sich stark

Autofahren, Kochen, Heizen: Gerade die Energiepreise haben im letzten Jahr zugelegt. Das zeigt sich beim Wohnen, wenn die Nebenkostenabrechung kommt und an der Tankstelle. Für Haushaltsenergie und Kraftstoffe zusammen mussten die Menschen im letzten Jahr durchschnittlich etwa zehn Prozent mehr ausgeben. Gerade die Preise rund ums Auto sind gestiegen. Dass gerade eine stärkere Nachfrage zu steigenden Preisen führt, belegen beispielsweise die hohen Benzinpreise im Sommer. Besonders mit dem Ferienbeginn schnellen die Spritpreise in die Höhe. Und das verteuert den Urlaub noch zusätzlich. Auch die Kosten für Heizung und Gas steigen pünktlich mit dem ersten Frost.  


Lebensmittelpreise entwickeln sich unterschiedlich

Brot, Butter, Milch und Eier sind Artikel, die fast täglich und von jedem benötigt werden. Trotzdem liegt die Teuerungsrate hier über dem Durchschnitt. Bei der Preisentwicklung spielt es eine Rolle, ob etwas häufig oder selten gekauft wird. Brot, Brötchen, Kaffee und Tee sind im letzten Jahr teilweise um über zehn Prozent teurer geworden. Die Preise für Milch und Eier haben sich um 4,2 Prozent erhöht. Alkoholfreie Getränke stiegen sogar um über sechs Prozent. Dagegen ist der Preis für Gemüse gesunken - um fast vier Prozent. Gerade die Preissteigerungen bei den Dingen des täglichen Bedarfs belasten Arbeitnehmerfamilien. Denn sie müssen einen großen Teil ihres Einkommens dafür aufbringen. Gutverdiener können sich dagegen teurere Artikel gönnen und diese Waren sind meist qualitativ hochwertiger oder gesünder.  


Privaten Konsum stützen

Beim Tarifergebnis ist nicht nur die prozentuale Erhöhung wichtig, sondern das, was den Menschen an Geld zum Ausgeben übrig bleibt. Der private Konsum ist außerdem das A und O, wenn die Konjunktur gestützt werden soll. Voraussetzung dafür sind höhere Löhne. Wenn Arbeitnehmer von ihrem Einkommen weniger kaufen können als vorher, wird auch weniger produziert. Wenn weniger Waren hergestellt werden, gehen die Investitionen und die Beschäftigung zurück. Deshalb berücksichtigt die IG Metall bei der Aufstellung ihrer Forderung neben den Elementen Produktivität und Umverteilung auch die Inflationsrate.

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