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Thyssen-Krupp
Arbeitsgruppe soll Streit um Stahlfusion beilegen

Eine Arbeitsgruppe aus Vertretern des Managements und des Betriebsrats soll den Streit um die Abspaltung der Stahlsparte von Thyssen-Krupp beilegen.


Einen Tag zuvor hatten 7000 Beschäftigte von Thyssen-Krupp Steel Europe (TKSE) gegen die geplante Fusion mit dem indischen Konkurrenten Tata Steel demonstriert (Foto). In der Arbeitsgruppe müsse die Konzernspitze „beweisen, dass – jenseits der Hochglanzprospekte und Werbefilmchen – Substanz hinter ihrem Plan ist“, sagte der Leiter des IG Metall-Stahlbüros in Düsseldorf, Heiko Reese.


Was wird aus der Montanmitbestimmung, wenn demnächst die wichtigsten Entscheidungen in Amsterdam fallen, am Sitz der neuen Firma Thyssen-Krupp Tata Steel? Wie viele Schulden und Pensionslasten werden ins neue Unternehmen gekippt? Welche Zukunft haben die Standorte von TKSE, und wie sicher sind die Arbeitsplätze der Beschäftigten?


Es müssten „endlich alle Fakten auf den Tisch“, hatte schon vor der Demo in Bochum der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, gefordert. Dass sie nun auf den Tisch kommen, sei ein Erfolg, erklärte der nordrhein-westfälische IG Metall-Bezirksleiter Knut Giesler: Alle Arbeitnehmervertreter hätten sowohl auf der Kundgebung als auch in der Aufsichtsratssitzung „ihre Forderung nach Transparenz und Sicherheit deutlich zum Ausdruck gebracht“.


Arbeitsdirektor Oliver Burkhard und IG Metall-Sekretär Markus Grolms, der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der Thyssen-Krupp AG, sollen die Arbeitsgruppe leiten. Burkhard war von Dezember 2007 bis September 2012 Bezirksleiter der IG Metall in Nordrhein-Westfalen.

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