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IG Metall fordert Ausstieg aus der Atomenergie

Laufzeiten verkürzen und neue Technologien entwickeln

26.04.2011 Ι Über 100 000 Menschen haben am Ostermontag für den Frieden und gegen die Atomenergie demonstriert. Auch für die IG Metall ist klar: Die Laufzeiten der Atomkraftwerke müssen verkürzt und erneuerbare Energien zur Leittechnologie werden.

Die IG Metall hat zum 25. Jahrestag der Atomkatastrophe von Tschernobyl den Ausstieg aus der Atomkraft gefordert. "Wir brauchen ein Abschaltgesetz und ein Gesetz zur massiven Verkürzung der Laufzeiten. Wir müssen raus aus dieser Technologie und zwar so schnell wie möglich", sagte der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, auf der Anti-Atom-Demonstration am Ostermontag in Brunsbüttel. Nach der Atomkatastrophe in Fukushima sei endgültig klar, dass Atomkraft nicht beherrschbar sei. "Die Bundesregierung hat sich zum Erfüllungsgehilfen der Atomkonzerne gemacht und die Laufzeiten verlängert. Jetzt wird auf Zeit gespielt, obwohl die Alternativen zur Atomenergie auf der Hand liegen. Mit der Drohung drastischer Preissteigerungen der Energiekosten werden Verbraucher und die energieintensive Industrie unter Druck gesetzt, das ist nicht akzeptabel", kritisierte Wetzel. Erneuerbare Energien müssten zur Leittechnologie aufgebaut und mit konventioneller Kraftwerkstechnologie ergänzt werden. "Wir brauchen eine Politik, die auf technologische Erneuerung setzt und Planungssicherheit für Beschäftigte und Industrie bietet."



Helga Schwitzer, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, forderte auf der Demonstration vor dem Atomkraftwerk in Krümmel von der Bundesregierung eine Energiewende. "Wer hunderte Milliarden mobilisieren kann, um Banken zu retten, der muss auch die Mittel aufbringen können, um unseren Planeten zu retten. Wir brauchen eine massive Steigerung der Energieeffizienz und den Ausbau erneuerbarer Technologien." Die Stilllegung vorhandener Atomkraftwerke dürfe nicht auf dem Rücken der betroffenen Beschäftigten umgesetzt werden. Das Know-how der hochqualifizierten Beschäftigten werde für den Rückbau der Kernkraftwerke und für die Entsorgung des nuklearen Abfalls gebraucht. "Wir werden uns für alternative Arbeitsplätze und für sozialverträgliche Lösungen bei der Sicherung von Beschäftigung und Tarifbindungen einsetzen." Ebenso sei es notwendig, im Bereich der erneuerbaren Energien gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung sicherzustellen. "Ökologisch hui und sozial pfui darf nicht das Leitmotiv einer Zukunftsbranche sein", sagte Schwitzer.

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