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IAQ-Report: Gesund altern in High-Tech-Branchen.

IAQ-Report: Gesund altern in High-Tech-Branchen.

Wie IT-Angestellte trotz Stress gesund bleiben

28.06.2010 Ι Wie können Beschäftigte in der IT-Branche trotz Stress gesund bleiben? Antworten auf diese Frage bietet der Report des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ). Danach zeigen Erfahrungen in den Unternehmen, dass mit arbeitsgestaltenden Maßnahmen die Belastungen reduziert werden und die Beschäftigten weniger unter Stress und Burnout leiden.

Wegen des demografischen Wandels nimmt auch in Innovationsbranchen wie dem IT-Bereich die Zahl der älteren Mitarbeiter zu: Zwischen 1999 und 2009 stieg der Anteil der über 50-Jährigen von 12,5 Prozent auf 18,5 Prozent, während der Anteil der 25- bis 39-jährigen Beschäftigten von 55,9 Prozent auf 41,8 Prozent sank. Parallel dazu verschärfen sich die Arbeitsbelastungen und die Beschäftigten werden zunehmend in ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Letztlich riskieren die Firmen erhebliche Umsatzeinbußen, wenn diese Mitarbeiter ernstlich erkranken und ausfallen. Der IAQ-Report zeigt, wo die Belastungen liegen und welche Maßnahmen dazu beitragen können, die Beschäftigten langfristig gesund und leistungsfähig zu erhalten.



Häufige Arbeitsunterbrechungen, Zeitdruck oder ungeplanter Zusatzaufwand - die Beschäftigten in der IT-Branche beklagen vielfältige Beeinträchtigungen als psychisch belastend. Burn-Out wird auch in dieser Branche zunehmend ein Problem. Das Institut für Arbeit und Qualifikation fand in einer Untersuchung heraus, dass etwa 25 Prozent der Beschäftigten Anzeichen von chronischer Erschöpfung zeigen.

Stress und Burnout sind weit verbreitet
Für die Untersuchung wurden Beschäftigte aller Altersgruppen aus dem IT-Bereich befragt. Unabhängig vom Alter sind Stress und Burnout weit verbreitet. Jeder zweite befragte Arbeitnehmer klagt über häufige Arbeitsunterbrechungen oder leitet unter Zeitdruck. 41 Prozent der befragten Arbeitnehmer hat erworbene Lernbehinderungen und 36 Prozent klagen über ungeplanten Zusatzaufwand. Mit etwas Abstand folgten die Angaben über soziale Spannungen im Team oder in der Arbeitsgruppe mit 17 Prozent, emotionale Belastungen beklagen 15 Prozent und widersprüchliche Arbeitsanforderungen zwölf Prozent. Lediglich 29 Prozent der Befragten gaben an, nach der Arbeit problemlos abschalten zu können. Nur noch 37 Prozent der IT-Spezialisten glauben, ihre Tätigkeit sei auf Dauer durchzuhalten.

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