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Holz und Kunsstoff: neuer Tarifvertrag für Berlin und Brandenburg. Foto: Bretschneider

Holz und Kunststoff: neuer Tarifvertrag für Berlin und Brandenburg

Beschäftigung und Übernahme von Auszubildenden gesichert

31.03.2010 Ι IG Metall und Arbeitgeber haben am 29. März einen neuen Tarifvertrag für die Holz- und Kunststoffbranche in Berlin und Brandenburg vereinbart. Dabei verständigten sich die Tarifpartner darauf, primär die Arbeitsplätze und die Zukunft des Nachwuchses zu sichern. Weiterhin konnte die IG Metall für die rund 2500 Beschäftigten der Branche eine Entgelterhöhung von einmalig 60 Euro und 1,5 Prozent mehr Geld ab Juni 2010 durchsetzen.

Wie in der Metall- und Elektrobranche war es der IG Metall und den Arbeitgebern wichtig, auch in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie zuerst die Arbeitsplätze zu sichern. An erster Stelle einigten sich die Tarifpartner darauf, den Tarifvertrag "Zukunft in Arbeit" zu übernehmen. Um Beschäftigte zu halten, ist es somit den Firmen möglich, die Kurzarbeit tariflich zu verlängern, falls die gesetzliche Kurzarbeit nicht mehr ausreicht. Mit der neuen tariflichen Kurzarbeit von mindestens sechs Monaten sowie einer zweiten Phase mit verkürzter Arbeitszeit und Teillohnausgleich können Betriebe künftig betriebsbedingte Kündigungen für weitere zwölf Monate vermeiden.


Nachwuchs erhält Zukunftsperspektive
Ganz wichtig ist die verbindliche Übernahme von Auszubildenden für mindestens zwölf Monate. Erstmals haben IG Metall und Arbeitgeber im Tarifvertrag festgeschrieben, damit junge Menschen eine Zukunftschance erhalten und im Berufsleben Fuß fassen können. "Damit bieten wir jungen Menschen eine Zukunftsperspektive in dieser Region und erhöhen die Attraktivität der gesamten Branche", sagte Bodo Grzonka, Verhandlungsführer der IG Metall-Bezirksleitung Berlin.

Realeinkommen gesichert
Der IG Metall ist es ebenfalls gelungen, die Realeinkommen zu sichern. Für April und Mai erhalten die Arbeitnehmer 60 Euro und ab Juni 2010 steigen ihre Einkommen um 1,5 Prozent.

"Dieses Ergebnis ist für uns akzeptabel, weil wir so verbindlich den Berufseinstieg für den Nachwuchs sichern, die Fachkräfte gehalten werden und die Tariferhöhung ein Minus verhindert. Nur mit einem verbindlichen Tarifvertrag besteht die Chance einer fairen Zukunft für die gesamte Branche in unserer Region in Brandenburg und Berlin. Für alle Beschäftigten ein gute Grund Mitglied der IG Metall zu sein", so Grzonka.

Der Tarifvertrag ist gültig bis 31. Mai 2011.

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