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DGB Bundeskongress: Positive Bilanz bei der Krisenbewältigung

DGB Bundeskongress

Positive Bilanz bei der Krisenbewältigung

20.05.2010 Ι Der 19. Ordentliche DGB-Bundeskongress in Berlin dauert noch diese Woche an. Neben der Wahl der Vorstandsmiglieder und dem Beschluss einer neuen Satzung, sollen auch politische Impulse gegeben werden. Für einen Kurswechsel in Deutschland.

Auch die IG Metall ist beim DGB Bundeskongress vertreten. Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, plädierte vor allem für einen Kurswechsel in Deutschland, während Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, die neue Organisationsstruktur kommentierte. Hans Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall und Experte für Sozialpolitik und Gute Arbeit, betonte, dass Gute Arbeit auch in der Krise ein wesentliches Ziel sei.

Gute Arbeit in der Krise
"Wir kämpfen auch weiter um Arbeitsplätze, sichere Beschäftigung und wir kämpfen weiter um faire Löhne. Aber wir sind nicht bereit, dafür mit der Gesundheit unserer Kolleginnen und Kollegen zu zahlen" bekräftigte Urban auf dem Bundeskongress. "Gesundheit ist kein Tauschobjekt für betriebliche Kompromisse, Gesundheit ist ein Menschenrecht - und Menschenrechte gelten doch wohl auch in den Betrieben. Wir machen uns deshalb stark für Gute Arbeit - nicht trotz sondern gerade wegen der Krise!"

Schlanker und ehrenamtlicher
Der DGB hat sich auf dem 19. Bundeskongress eine schlankere Organisationsform verordnet. Bund- und Bezirksebene werden nach wie vor mit eigenen Beschäftigten besetzt, die Stadt- und Kreisverbände übernehmen Ehrenamtliche. Im Verhältnis zu den Einzelgewerkschaften wird die Rolle des DGB als "Bund der Gewerkschaften" genauer definiert. Ab 2014 wird der geschäftsführende Bundesvorstand von fünf auf vier Mitglieder reduziert. Wetzel betonte, dass ihm die vorgenommenen Veränderungen zwar nicht weit genug gehen, bezeichnete es aber "als einen ersten richtigen Schritt". 


Abstimmung beim DGB-Bundeskongress in Berlin. Foto: DGB

Berthold Huber bekräftigt Kurswechsel-Forderung
Huber zog eine positive Bilanz wie die gewerkschaftliche Strategie der "Keine Entlassungen in der Krise" bisher funktionierte. Durch die Anwendung intelligenter Strategien wie der Kurzarbeit, dem Rettungsschirm für Betriebe und der Umweltprämie, konnte trotz massivem Rückgangs der Produktion ein Rückgang der Beschäftigenzahlen bisher verhindert werden. Darüber hinaus forderte er auf dem DGB Bundeskongress: "Wir dürfen uns nicht auf Krisenintervention beschränken, wir brauchen einen tiefergreifenden Kurswechsel".

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