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Daimler verlagert Produktion der C-Klasse teilweise in die USA

Daimler spekuliert auf schwachen Dollar und gefährdet Arbeitsplätze

02.12.2009 Ι Daimler verlagert wie befürchtet einen Teil der C-Klasse Produktion in die USA. Der Autobauer will Geld sparen: der starke Euro hätte den Export der Fahrzeuge unattraktiver gemacht. Dabei war die bisherige Aufteilung der C-Klasse-Produktion ökonomisch sinnvoll, wie Gesamtbetriebsratschef Erich klemm erklärt.

Daimler prüft wegen des schwachen Dollars, die Fertigung ins billigere US-Werk in Tuscaloosa, Alabama, zu verlagern. Erich Klemm, Gesamtbetriebsratschef bei Daimler erklärte, die bisherige Arbeitsteilung bei der C-Klasse in Bremen, Sindelfingen, Südafrika und China sei "ökonomisch sinnvoll und machbar". Nun soll das Modell aber ab 2014 nicht mehr in Sindelfingen produziert werden. Der Konzern scheint darauf zu spekulieren, dass der Dollarkurs in fünf Jahren mindestens so günstig steht wie heute. Der Standort Sindelfingen soll nach Konzernangaben nun als weltweites Kompetenzzentrum für die Produktion von Fahrzeugen der Ober- und Luxusklasse gestärkt werden.

Arbeitsplätze
Die Beschäftigten des Mercedes-Werks im baden-württembergischen Sindelfingen hatten an den Daimler-Konzern appelliert, die Produktion der neuen Baureihe der C-Klasse nicht in die USA zu verlagern. Auch Mitarbeiter aus Forschung und Entwicklung hatten sich daran beteiligt.



Produktion soll verlagert werden
Der Daimler-Vorstand prüft seit Monaten eine Verlagerung des Modells in das Werk nach Amerika. Mit Blick auf die für Dienstag erwartete Entscheidung mobilisierte die IG Metall zum Wochenbeginn die Beschäftigten, um einen Stellenabbau im Sindelfinger Stammwerk zu verhindern. Ohne C-Klasse sind dort laut Betriebsrat mehrere Tausend Arbeitsplätze gefährdet.
Bisher wird die C-Klasse in Sindelfingen (Kreis Böblingen) sowie in Bremen, Südafrika und China produziert. In Sindelfingen arbeiten mehr als 20 000 Menschen in der Fertigung, 4500 bauen die C-Klasse.

Das Sindelfinger Werk
Das Werk in Sindelfingen (Kreis Böblingen) ist bisher das größte deutsche Pkw-Werk von Daimler. In der Produktion arbeiten mehr als 28 000 Menschen. An dem Standort nahe Stuttgart rollen die S-, E-, C-, CL- und CLS-Klasse sowie die Luxuslimousine Maybach vom Band. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 398 646 Autos gebaut. Gegründet wurde das Werk 1915.

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