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Automotive Lighting Reutlingen: Streik für Sozialtarifvertrag

Mitarbeiter kämpfen um 130 Arbeitsplätze

28.01.2010 Ι Rund 300 Mitarbeiter versammelten sich gestern und heute Morgen vor den Werkstoren von Automotive-Lighting in Reutlingen. Sie kämpfen für den Erhalt von 130 Arbeitsplätzen. Ferrari will diese einsparen, um nicht mehr in einem "Hochlohnland" wie Deutschland fertigen zu lassen.

Er sei froh, dass Bewegung in die Verhandlungen gekommen sei, erklärte der Automotive Lighting-Betriebsratsvorsitzende Michael Jäger vor den Versammelten. Es müssten aber alle 130 Arbeitsplätze gesichert werden, da an ihnen weitere Stellen aus der Produktion hingen.


Proteste bei Automotive Lighting in Reutlingen

Erste Auswirkungen des Streiks
Der Protest der Belegschaft zeigte bereits erste Wirkungen: Ermano Ferrari (GF ALRT) hat gegenüber der IG Metall die Möglichkeit in Aussicht gestellt, 50 Arbeitsplätze weniger zu verlagern. Das reicht Jörg Hofmann, IG Metall-Bezirksleiter für Baden-Württemberg, nicht aus: "Wieder einmal sollen abhängig Beschäftigte dafür geopfert werden." Das Management habe lange genug Zeit gehabt, nach einer Lösung zu suchen. Nun werde der Arbeitskampf so lange dauern, bis eine "akzeptable Lösung" auf dem Tisch liege. Und was akzeptabel ist, das bestimme die Belegschaft mit ihrem Betriebsrat.

Gewissenlose Profitmaximierung
 Das Unternehmen will Kosten einsparen, indem es Arbeitsplätze von Reutlingen nach Tschechien verlagert. Ein IG Metall-Berater wird - nachdem Ferrari endlich die Daten freigab - nun ein Konzept zum Erhalt der Arbeitsplätze in Reutlingen erarbeiten.
Wenn keine Lösung für alle 130 Beschäftigten in Reutlingen gefunden werden kann, wird die IG Metall sich für einen sehr gut ausgestatteten Sozialplantarifvertrag einsetzen. Daher endet der vorerst befristete Streik nicht vor Donnerstag 6 Uhr. Es sei denn, es wird eine stabile Beschäftigungssicherung für alle Mitarbeiter des Reutlinger Standorts erreicht.
Weitere Gespräche sind für Freitag Vormittag geplant.

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