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Aktionstag des europäischen Gewerkschaftsbundes: Nein zu Sparmaßnahmen!

Aktionstag des europäischen Gewerkschaftsbundes: Nein zu Sparmaßnahmen!

Beschäftigung und Wachstum für Europa

23.08.2010 Ι Durch die Finanzkrise befinden sich Millionen von europäischen Bürgen in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Und auch die sozialen Spannungen nehmen immer weiter zu. Die Antwort auf Probleme der Krise sind fast immer nur Sparmaßnahmen, die sozial schwache Menschen treffen. Damit sich das ändert, ruft der Europäische Gewerkschaftsbund zu Demonstrationen auf. Mitmachen ist angesagt!

Am 29. Septemeber 2010 findet der europäische Aktionstag gegen die ungerechten Sparmaßnahmen in ganz Europa statt. Jeder kann mitmachen!

Die Konjunkturbarometer zeigen nach oben. Zumindest in Deutschland und zumindest in der letzten Zeit wieder. Für die Europas Regierungen ist das Grund genug, Konjunkturprogramme zu kürzen und Sparmaßnahmen zu beschließen. Diese seien notwendig, damit die Haushalte wieder konsolidiert werden können. Dabei sind die Staatschulden vor allem wegen der von den Banken verursachten Krise nach oben geschnellt. Und jetzt treffen die Maßnahmen gerade diejenigen, die am wenigsten für die Krise können: Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Rentnerinnen und Rentner, junge und sozial schwache Menschen.

Was gar nicht geht
Trotz den verheerenden Folgen der Finanzkrise wird immer noch wild spekuliert. Zwischenzeitlich sogar darauf, ob Staaten pleite gehen oder nicht. Und so werden schwache Staaten auch an die Grenze des Staatsbankrotts gebracht. Und zwar während die Spekulanten noch immer Gewinne auf Kosten der Steuerzahler machen. Die finanzielle Instabilität hat sich so auf die gesamte EU und ihre nächsten Nachbarn ausgebreitet. Das muss aufhören - und deshalb müssen folgende Entwicklungen gestoppt werden:

  • Sozial unausgewogene Sparmaßnahmen in Europa, Einschnitte bei Gehältern und Renten
  • Prekarisierung und Arbeitslosigkeit jüngerer und älterer Menschen
  • Deregulierung des Arbeitsrechts und sozialen Rückschritt
  • Armut und soziale Ausgrenzung
  • Zunahme der sozialen Ungleichheiten


Das muss sein
Die Beschäftigten der verarbeitenden Industrie in Europa haben bereits einen hohen Preis für die Finanzmarktspekulationen bezahlt. Wir haben seit Anfang 2008 schon über 10 Prozent unserer Belegschaft verloren. Europa kann es sich nicht leisten, seine verarbeitende Industrie zu verlieren.
Es ist an der Zeit, dass die arbeitenden Menschen und die Realwirtschaft an erster Stelle stehen und nicht die Forderungen der Märkte. Menschen vor Profit - das bedeutet:

  • Zugang zu hochwertigen und sicheren Arbeitsplätzen und zu Ausbildung für alle
  • Garantie einer existenzsichernden Entlohnung
  • starker Sozialschutz als Garant für sozialen Zusammenhalt und Solidarität
  • Wahrung der Kaufkraft
  • Sicherstellung einer optimalen Rentenversorgung
  • allgemein zugängliche hochwertige öffentliche und soziale Dienstleistungen


Und so geht das
Die Krise kann nur mit nachhaltigem Wachstum bewältigt werden. Und dafür muss auch die Politik etwas tun. Einige Maßnahmen würden dabei schon helfen:

  • Die Einführung einer Finanztransaktionssteuer, um eine öffentliche Investitionspolitik sicherzustellen.
  • Die Entwicklung einer nachhaltigen und dynamischen Industriepolitik, die auf Maßnahmen zur Senkung der Kohlenstoffemissionen basiert.
  • Eine Stärkung der Instrumente für die steuerrechtliche Koordinierung und Transparenz, um Sozialdumping in Europa zu verhindern.


Mitmachen lohnt sich
Sie sehen das auch so? Sie möchten sich für ein soziales Europa und gute Lebens- und Arbeitsbedingungen einsetzen? Dann machen Sie mit beim europäischen Aktionstag am 29. September 2010 in Brüssel oder bei einer der vielen regionalen Veranstaltungen der IG Metall.
Weitere Informationen zur Demonstration in Brüssel finden Sie hier.
Informationen zu den regionalen Veranstaltungen der IG Metall erhalten Sie bei Ihrer IG Metall vor Ort.

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Für ein solidarisch erneuertes Europa

Die IG Metall formuliert in ihrem Europapolitischen Memorandum ihren Anspruch an die Politik für ein solidarisch erneuertes Europa.

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