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Gute Arbeit 6 / 2009

Zeitschrift Gute Arbeit - Juni 2009: weitere Themen kurz angerissen

Nicht ausmustern, sondern integrieren

Betriebliche Rehabilitation vor neuen Herausforderungen
Arbeiten in Deutschland bedeutet allzu oft frühen Verschleiß. Vor allem Beschäftigte ab dem mittleren Lebensalter, die in Gesundheitskrisen geraten, laufen Gefahr, ihren Arbeitsplatz und ihre Arbeitsfähigkeit dauerhaft zu verlieren. Für eine nachhaltige Beschäftigungsperspektive benötigen sie den rechtzeitigen Zugang zu medizinischer und beruflicher Rehabilitation, außerdem aber auch einen geeigneten leistungsrechten Arbeitsplatz und die Weiterentwicklung ihrer Qualifikationen und Kompetenzen. Für Rehabilitation auf der betrieblichen Ebene bedeutet das eine große Herausforderung. Reha muss frühzeitiger als bisher leider oft üblich einsetzen und wirksam werden, sie muss sich auf die veränderten Zielgruppen, so auch auf eine älter werdende Erwerbsbevölkerung, einstellen und die Koordination der vielfältigen Reha-Träger im System muss optimiert werden.
Lesen Sie dazu unsere Beiträge im Thema des Monats in der Juni-Ausgabe.

Psychische Gesundheit in der Arbeit:
Gemeinsames Papier von IG Metall und Betriebsärzten

Psychische Beeinträchtigungen und Erkrankungen haben stark zugenommen. Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt zu erhalten und zu verbessern wird zu einer zentralen Aufgabe bei der humanen Gestaltung der Arbeitsbedingungen. Die IG Metall und der Verband der deutschen Betriebs- und Werksärzte (VDBW) haben dazu jetzt ein gemeinsames Positionspapier vorgelegt. Darin heißt es u. a.: "Angesichts dramatisch steigender Zahlen psychischer Erkrankungen und Beeinträchtigungen bei berufstätigen Menschen stehen die Betriebe vor großen Herausforderungen. Betriebsärzte und IG Metall setzen sich für die nachhaltige Verbesserung der psychischen Gesundheit in den Betrieben ein. Für die IG Metall und den VDBW ist dies zu einem Schwerpunktthema geworden."
Das Positionspapier im Wortlaut gibt es in der Juni-Ausgabe zum Herunterladen (PDF)

Deutschland im Stress
Jede und jeder dritte Berufstätige arbeitet häufig am Limit. Warum das so ist und was das für die Gesundheit bedeutet, hat die Techniker-Krankenkasse in einer repräsentativen Befragung untersucht. Hauptursachen für den Dauerstress am Arbeitsplatz sind Zeitdruck und Arbeitsverdichtung. Ebenso viele leiden unter Schichtdienst oder anderen belastenden Arbeitszeiten und unter der überbordenden Informationsflut. Besonders groß sind die Belastungen dann, wenn hohen Anforderungen mangelnde Anerkennung gegenüber steht. Wer ständig solchem Druck ausgesetzt ist, ist anfälliger für körperliche und seelische Erkrankungen. Menschen unter Dauerdruck leiden gegenüber dem Durchschnitt mehr als doppelt so oft unter einer Herz-Kreislauf-Erkrankung, der häufigsten Todesursache in Deutschland. Auch Rücken- und Kopfschmerzen, Infekte, psychische Probleme und Schlafstörungen treten häufiger und stärker auf, je größer die Stressbelastung ist. Bereits jeder dritte Berufstätige fühlt sich stark erschöpft oder gar ausgebrannt. Das schlägt sich auch in hohen Fehlzeiten nieder. So gab es im letzten Jahr zum Beispiel fast zehn Millionen Krankentage wegen Burnout-Symptomen. Wir stellen die Studie im Juni-Heft ausführlicher vor.
Den Beitrag dazu gibt es auf der Internetseite von Gute Arbeit zum Herunterladen (PDF)

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