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Was die Entgelterhöhung bringt

Die Einkommen steigen rückwirkend ab 1. Mai 2012

21.05.2012 Ι 4,3 Prozent mehr Geld - das erhalten die Beschäftigten und Azubis in der Metall- und Elektroindustrie in Baden Württemberg. Die IG Metall will den Tarifabschluss bundesweit übertragen. Dieses gute Ergebnis ist vor allem ein Verdienst der Beschäftigten, die mit viel Engagement und Kreativität an den Warnstreiks teilgenommen haben.

Es ist vollbracht. Nach insgesamt 37-stündigen Verhandlungen haben sich die Tarifparteien der baden-württembergischen Metall- und Elektroindustrie in der Nacht zum 19. Mai 2012 auf eine Tarifvereinbarung verständigt.


4,3 Prozent mehr Geld erhalten die Beschäftigten und Auszubildenden in der Metall- und Elektroindustrie rückwirkend ab 1. Mai 2012. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 13 Monaten bis Ende April 2013. Bisher gilt dieses Tarifergebnis für die 800 000 Beschäftigten im Tarifgebiet Baden-Württemberg. Angestrebt wird, dass der Abschluss auch in den anderen Tarifgebieten übernommen wird. Außerdem werden künftig Azubis nach der Ausbildung in der Regel unbefristetet übernommen und Betriebsräte haben mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeit.


"Es ist gelungen, die Belegschaften am wirtschaftlichen Aufschwung zu beteiligen und
ihnen reale Entgeltzuwächse zu sichern", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall. Dieses Plus bringt den Arbeitnehmern deutlich mehr Geld im Portemonnaie. Denn damit wurde ein Zuwachs erreicht, der deutlich über der Inflationsrate liegt. In dieses Ergebnis ist auch die außergewöhnlich gute wirtschaftliche Entwicklung der Branche im Jahr 2011 eingeflossen. Die Beschäftigten nehmen am Wohlstandszuwachs teil.


Dauerhafter Zuwachs

Diese prozentuale Erhöhung schlägt sich in den Tariftabellen nieder und ist somit ein nachhaltiger Zuwachs. Denn die Basis für die Verhandlungen in der nächsten Tarifrunde ist das um 4,3 Prozent gestiegene Entgelt. In Euro und Cent ausgedrückt bedeutet dieses Plus für einen jungen baden-württembergischen Facharbeiter in der Entgeltgruppe 7 ein Mehr an 129 Euro. Ein Beschäftigter in der Entgeltgruppe 17, der höchsten möglichen Entgeltgruppe in Baden-Württemberg bekommt sogar knapp 240 Euro mehr. Diese Erhöhungen machen sich auch beim Urlaubs- und Weihnachtsgeld bemerkbar. Auch die Auszubildenden erhalten 4,3 Prozent mehr Geld. 


Gut für die Wirtschaft

Höhere Löhne stärken die Binnenkaufkraft und das kommt letztlich auch der deutschen Wirtschaft zugute. Denn neben dem Export wird die Inlandsnachfrage, sprich der Konsum gestärkt - das zweite Standbein der Wirtschaft. Zudem ist diese Entwicklung gut für Europa. Denn mehr Inlandsnachfrage in Deutschland sorgt für mehr Importe aus dem Ausland. Das wirkt sich insbesondere positiv in den Mitgliedsstaaten der EU aus, die aktuell unter einer schwachen Konjunktur leiden.


Dank an Warnstreikende

Das gute Tarifergebnis ist vor allem den Metallerinnen und Metallern zu verdanken, die sich an den  Warnstreiks der vergangenen Wochen beteiligten. "Das Ergebnis war möglich, weil die Mitglieder der IG Metall ein machtvolles Zeichen der Solidarität gesetzt haben. Über 800 000 Kolleginnen und Kollegen haben sich an Warnstreiks beteiligt. Dafür bedanke ich mich", sagte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall.

Tarif

Lohn, Gehalt und mehr.

Links und Zusatzinformationen
Metall-Tarifrunde 2012

Gemeinsam erkämpft und verdient!

  • 4,3 Prozent mehr Geld
  • Unbefristete Übernahme
  • Bessere Regeln für Leiharbeit
Wozu sind Tarifverträge gut?

Tarifverträge regeln Löhne, Gehälter und Vergütungen für Auszubildende - aber auch die Zahl der Urlaubstage, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und wie lange Beschäftigte arbeiten müssen. Ohne Tarifverträge sind die Arbeitszeiten länger und der Urlaub kürzer - laut Gesetz nur 20 Arbeitstage. Meist gelten die Tarifverträge für ein Jahr oder auch länger. Wenn sie ablaufen, wird über neue verhandelt.

Warum die IG Metall Prozente und keine Festbeträge fordert
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