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IG Metall-Kampagne: Werkverträge und Rente im Fokus
Gute Arbeit – gut in Rente

Mit der Kampagne „Arbeit – sicher und fair“ widmet sich die IG Metall zwei weiteren wichtigen Themen: Werkverträge, die Betriebe zunehmend als neues Billiglohnmodell missbrauchen. Sowie altersgerechte Arbeit und die Rente mit 67, die die wenigsten gesund erreichen werden.


Es geht immer noch billiger. Das haben jetzt auch die Industriebetriebe erkannt und entdecken Werkverträge zunehmend als neues Mittel zur Lohndrückerei. Deren Vergabe hat eine neue Dynamik und umfasst mittlerweile auch Teile der Produktion und betriebsnahe Dienstleistungen. Mittlerweile ersetzen Firmen zunehmend auch Stammbeschäftigte durch Werkvertragspersonal. Insbesondere in der Automobilindustrie und bei den Zulieferern scheint das gängige Praxis zu sein.


Fokus Werkverträge

„Schaut, wer durchs Werkstor geht und fragt die Geschäftsleitung: Wer arbeitet hier? Lohnt sich die Vergabe von Werkverträgen?“ Der Zweite IG Metall-Vorsitzende Detlef Wetzel ruft alle Metallerinnen und Metaller auf, offensiv mitzumachen gegen den Versuch, Werkverträge als Lohndumpingmodell zu missbrauchen.

Mit „ Fokus Werkverträge“ macht sich die IG Metall stark für die Rechte der Werkvertragsbeschäftigten. Sie fühlt sich verantwortlich für alle Arbeitnehmer im Betrieb – egal, in welchem Beschäftigungsverhältnis. Sichere und faire Arbeit für Alle – das ist das Ziel der IG Metall.


Gut in Rente

Die schrittweise Anhebung der Regelaltersgrenze hat begonnen. Nicht mehr ältere Beschäftigte, sondern mehr ältere Arbeitslose und kürzere Renten werden die Folgen sein. Die Rente mit 67 ist und bleibt eine politische Fehlentscheidung. Sie fördert Arbeitslosigkeit und Altersarmut.

Verschärft wird das Rentenproblem noch dadurch, dass altersgerechte Arbeitsplätze ziemlich rar sind. Die Arbeitgeber bieten zu wenig an und bleiben damit – gemessen an ihren eigenen Versprechen – in der Pflicht. Heute arbeiten kaum Beschäftigte im rentennahen Alter in den Betrieben. Dies zeigt eine aktuelle Umfrage der IG Metall unter 3700 Betriebsratsvorsitzenden. 79 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Beschäftigten das gesetzliche Rentenalter von jetzt 65 Jahren nicht gesund erreichen können.


Beschäftigte wollen altersgerechte Arbeit

Unter der Überschrift „ Gute Arbeit – gut in Rente“ deckt die IG Metall diese Missstände auf und fordert von den Arbeitgebern, mit den Betriebsräten einen „demografischen Interessenausgleich“ zu vereinbaren, damit die Beschäftigten gesund in Rente gehen können. Zugleich setzt sich die IG Metall für eine Reform des Rentenrechts ein.

 

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