Von 100 Euro Umsatz mussten die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie im letzten Jahr im Schnitt gerade mal 16,10 Euro für die Bezahlung der Beschäftigten aufwenden. Andere Kosten, wie zum Beispiel für Vormaterial oder Vorleistungen, schlagen viel kräftiger zu Buche. Setzt die IG Metall ihre 6,5-Prozent-Forderung im vollen Umfang durch, dann erhöhen sich die Gesamtkosten demnach um etwas mehr als ein Prozent. Vorausgesetzt, alle anderen Kosten bleiben gleich.
Zu berücksichtigen ist auch, dass die Beschäftigten mehr leisten. 2011 zum Beispiel haben sie die Produktivität in der Metall- und Elektroindustrie gegenüber 2010 um 6,7 Prozent gesteigert. Das bedeutet: Die Beschäftigten haben mehr produziert. Hieraus können die Metall-Arbeitgeber eine Erhöhung der Lohnkosten um 6,5 Prozent finanzieren. Die Inflation würde dadurch nicht angeheizt. Es sei denn, die Unternehmen erhöhen die Preise. Das ließe sich allerdings nicht mit gestiegenen Lohnkosten rechtfertigen. Selbst dann nicht, wenn die IG Metall 6,5 Prozent durchsetzt.
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