Eisen und Stahl: Tarifabschluss saarländische Stahlindustrie
Ein gutes Ergebnis in schwieriger Zeit
Die rund 14 000 saarländischen Stahlarbeitnehmer erhalten ab September 2009 mehr Geld. Das Einkommensplus sieht eine pauschale und eine prozentuale Tariferhöhung vor. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, kann die wöchentliche Arbeitszeit auf 28 Stunden reduziert werden.
In der Nacht zum 30. Juni 2009 haben IG Metall und Arbeitgeber in Saarbrücken einen Tarifabschluss für die Beschäftigten der saarländischen Stahlindustrie bei Buderus Edelstahl Wetzlar sowie den badischen Stahlwerken Kehl erzielt.
Danach erhalten die Stahlarbeitnehmer eine Pauschale von 350 Euro. Die erste Hälfte der Pauschale wird im September 2009, die zweite Hälfte im Februar 2010 ausgezahlt. Die Auszubildenden bekommen eine Pauschale von 50 Euro. Ab 1. April 2010 steigen Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen um zwei Prozent. Der Entgeltarifvertrag endet am 30. November 2010.
Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung wurde geändert und gilt bis 31. Dezember 2011. Betriebe können durch Betriebsvereinbarungen die wöchentliche Arbeitszeit von 35 auf 28 Stunden für alle Beschäftigten reduzieren, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden.
Armin Schild, Verhandlungsführer der IG Metall, wertete das Ergebnis als „gute Lösung in schwieriger Zeit. Die Verhandlungen standen mehrfach kurz vor dem Scheitern. Nur angesichts der hoch organisierten Belegschaften war dieser Abschluss möglich.“
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