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Statement zum geplanten Gesetz zur Lohngerechtigkeit. Foto: IG Metall

Statement zum geplanten Gesetz zur Lohngerechtigkeit

IG Metall begrüßt Vorhaben, fordert aber Nachbesserungen

14.12.2015 Ι Die Zweite Vorsitzende der IG Metall Christiane Benner begrüßt es, dass das Bundesfamilienministerium, demnächst ein "Gesetz zur Lohngerechtigkeit" vorlegen will. Doch Benner fordert Nachbesserung. Nicht nur die Unternehmen ab 500 Beschäftigten sollen ihre Entgeltpraxis überprüfen. Dies müsse auch für kleinere Betriebe gelten, da dort überproportional viele Frauen arbeiten.

Die IG Metall hat das von Bundesfamilienministerium geplante Gesetz für mehr Lohngerechtigkeit zwischen Frauen und Männern begrüßt: "Die Differenz zwischen den Einkommen von Frauen und Männern ist nach wie vor eklatant. Das geplante Gesetz enthält handhabbare Verfahren und Rechte, diesem Missstand abzustellen", sagte Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall am Mittwoch in Frankfurt.

"Mit dem geplanten Gesetz werden die Betriebsräte mehr Möglichkeiten bekommen, gerechtere Entgelte im Betrieb durchzusetzen. Außerdem würden die Anstrengungen der Tarifparteien anerkannt, die Entgeltlücke zu schließen. Das ist gut so. Denn die Entgeltdifferenz fällt in tarifgebundenen Betrieben deutlich geringer aus, als in Betrieben ohne Tarifvertrag", sagte Benner.

Sehr kritisch sieht die IG Metall hingegen, dass nach der jetzigen Planung des Gesetzes nur Unternehmen ab 500 Beschäftigten ihre Entgeltpraxis überprüfen müssen. "Gerade in kleinen Betrieben arbeiten überproportional viele Frauen. Deshalb muss das Ministerium den Schwellenwert unbedingt herabsetzen", forderte die Gewerkschafterin.

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