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Rentenbeiträge sollen ab 2013 weiter sinken

IG Metall fordert Verzicht auf Rentenbeitragssenkung

29.08.2012 Ι "Den Beitrag senken und gleichzeitig die Rente mit 67 einführen, das ist absurd", sagt Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. Die Reserve der Rentenkasse sollte stattdessen für eine bessere Alterssicherung genutzt werden.

Trotz Widerstand von Seiten der Gewerkschaften, der Opposition und der CDU hat das Kabinett nun beschlossen: 2013 sollen die Rentenbeiträge sinken. Wie viel genau, das soll im November festgelegt werden. Die IG Metall kritisiert diese Entscheidung. Sie votiert dagegen dafür, die Rücklagen der Rentenkasse zu stärken und für eine verbesserte Alterssicherung in den kommenden Jahren zu nutzen. So könnte die Reserve der Rentenkasse für den Verzicht auf die Rente mit 67 genutzt werden. Das wäre nur konsequent.

"Den Beitrag senken und gleichzeitig Rente mit 67 einführen ist absurd", sagt auch Hans-Jürgen Urban, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall. "Der Verzicht auf die Beitragssatzsenkung muss dazu genutzt werden, gleichzeitig auf die Anhebung des Renteneintrittsalters zu verzichten. Wenn nun auch in der CDU über eine Aussetzung der Beitragssenkung geredet wird, ist dies notwendig, aber nicht hinreichend. Wir brauchen Taten statt Worte."

Niedrigere Lohnnebenkosten und so die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands steigern - das führt langfristig zu niedrigeren Renten und schlechteren Ausstiegsmöglichkeiten. Um den Beitragssatz bis zum Jahr 2030 auf maximal 22 Prozent zu begrenzen, wurde bereits früher mehrfach in die Alterssicherung eingegriffen. Ergebnisse dieser Politik waren die Rente mit 67 und eine Senkung des Rentenniveaus.

Der Rentenbeitragssatz steigt nicht, wie dies immer wieder prognostiziert wurde, sondern er sinkt zur Zeit. Bereits zu Beginn des Jahres von 19,9 auf 19,6 Prozentpunkte. Nun soll er weiter sinken. Grund für die Entscheidung, den Beitragssatz noch weiter zu senken, ist das Plus bei den Einnahmen der Rentenversicherung. Im Juni verbuchte sie eine Zunahme bei den Pflichtbeiträgen gegenüber dem Vorjahr von 3,9 Prozent auf 14,9 Milliarden Euro.


Die Arbeitnehmer sind durchaus bereit, höhere Rentenbeiträge zu bezahlen, wenn sie hierfür eine ordentliche Alterssicherung bekommen. Die IG Metall fordert deshalb, auf die anstehende Beitragssenkung zu verzichten.

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