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Beschäftigungspolitische Konferenz: Kurzarbeit und geförderte...
Gesetzgeber ist weiter gefordert

Auf der Beschäftigungspolitischen Konferenz der IG Metall am 27. Juli 2009 verdeutlichte Jörg Hofmann, IG Metall-Bezirksleiter für Baden-Württemberg, wie Arbeitsplätze gesichert werden können. Ganz ohne Umdenken wird das allerdings nicht gehen.


2009 muss nicht zum Jahr der Entlassungen werden. Darf es auch nicht. Kurzarbeit biete weiterhin eine Alternative für die Arbeitgeber und damit eine Perspektive für die Arbeitnehmer, so Hofmann auf der Konferenz in Böblingen. Die Arbeitgeber dürften die Krise nicht ausnutzen, um ihre Stammbelegschaften zu reduzieren.

Qualifikation in der Kurzarbeit
Die Möglichkeit, sich in der Krise fit für die Zukunft zu machen, wird von den meisten Betrieben leider noch nicht genutzt. Kurzarbeit sollte daher unbedingt mit Weiterbildung kombiniert werden. Die IG Metall bietet hierfür Seminare an. Deutschlands Industrie zeichnet sich durch Hochtechnologie aus. Gerade deshalb ist es für die Unternehmen enorm wichtig, ihre Fachkräfte über die Krise hinaus zu halten und während der Krise weiterzubilden.


Dank der Kurzarbeit halten die meisten Unternehmen ihre Beschäftigten. So waren im März 2009 rund 730 000 Beschäftigte der M E-Industrie in Kurzarbeit. Das sind etwa 20 Prozent aller Beschäftigten dieser Branche.

Politische Maßnahmen
Die Politik kann auch ihren Beitrag leisten: zum Beispiel indem sie die Bezugsdauer des Transfer-Kurzarbeitergeldes verlängert. Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, betrachtet auch die staatliche Förderung der Altersteilzeit über 2009 als notwendige Maßnahme.
Immerhin steht im September die Bundestagswahl an. Die Parteien werden dann auch daran gemessen, ob sie in der Lage waren, Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung zu etablieren.

Baden-Württemberg
Die Krise trifft Baden-Württemberg besonders hart. Deshalb wird hier auch massiv kurzgearbeitet: im März diesen Jahres waren es 218 000 Menschen in 6800 Betrieben. Das ist der höchste Wert seit 16 Jahren. „Die Kurzarbeit stabilisiert den Arbeitsmarkt und die Kaufkraft, sie entlastet die Sozialsysteme und spart Steuer- sowie Beitragsgelder“, erklärte Eva Strobel, Leiterin der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Baden-Württemberg .

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