Am Samstag bildeten rund 60 000 Teilnehmer eine fast 45 Kilometer lange Menschenkette gegen Atomenergie. Die Kette begann am Atomkraftwerk (AKW) Neckarwestheim und endete bei der Villa Reitzenstein in Stuttgart. Unter den Protestanten waren viele Metallerinnen und Metaller.
Zu der Aktion aufgerufen hatten der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, Campact, Robin Wood sowie die Naturfreunde Deutschlands bereits vor den Reaktorunfällen in Japan. Auch viele Metallerinnen und Metaller machten bei der Menschenkette mit, denn auf gewerkschaftlicher Seite war die Aktion sowohl vom Deutschen Gewerkschaftsbund Baden-Württemberg als auch von der IG Metall-Verwaltungsstelle Stuttgart unterstützt worden.
„Die Aktion hat durch die tragischen Ereignisse in Japan leider eine ungeahnte Aktualität erhalten. Viele Menschen in der Kette sind aufgerüttelt und betroffen aufgrund der drohenden AKW-Katastrophe. Die Menschen in ganz Deutschland, aber vor allem auch in Baden-Württemberg und den angrenzenden Bundesländern, fordern den Atomausstieg“, sagte die baden-württembergische BUND-Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender. „In Japan hat sich wieder einmal bestätigt, wie unbeherrschbar und gefährlich Atomenergie ist. Deshalb steigt die Empörung über die Atompolitik, weil die Regierung unbeirrt an der Risikotechnologie festhält“, bewertete der Sprecher von „.ausgestrahlt“ Jochen Stay die hohe Beteiligung bei der Menschenkette.
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