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Frauen- und Gleichstellungspolitik in der IG Metall
Frauen sind noch immer häufig benachteiligt

Wir verfolgen als Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seit vielen Jahren das Ziel Chancengleichheit für Frauen und Männer. Wir fördern aktiv die Gleichstellung der Frauen in Gesellschaft, Betrieb und Gewerkschaft. Dieses Ziel ist in der Satzung der IG Metall verankert.


Die Gleichstellung der Frauen in Gesellschaft und Gewerkschaft zu fördern heißt, einerseits innerhalb der Organisation in allen Handlungsfeldern, über die Tarif- und Wirtschaftspolitik bis hin zur Sozialpolitik die Gleichstellung von Männern und Frauen im Blick zu haben, sich innerhalb des Betriebes über die betrieblichen Interessenvertretungen gemeinsam mit den Mitgliedern für die Gleichstellung von Frauen und Männern einzusetzen, gemeinsam mit anderen Gewerkschaften und anderen BündnispartnerInnen Politik in diesem Sinne zu gestalten.


Unterschiede oft noch vorhanden

Trotz vieler Erfolge und den – im Vergleich zu vorherigen Frauengenerationen – besseren Voraussetzungen für junge Frauen, behindern weiterhin strukturelle Benachteiligungen die Chancen vieler Frauen. Noch immer machen Frauen seltener Karriere als Männer. Noch immer gibt es beim Entgelt teils massive Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Junge Menschen wollen eher eine partnerschaftliche Arbeitsteilung, aber in der Wirklichkeit sind es dann doch häufig die Frauen, die Kinder erziehen, ältere Angehörige pflegen und/oder den Haushalt schmeißen. Eben diese Verantwortung verhindert bis heute eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Beruf und Familie.


Die IG Metall setzt sich für gerechte Bezahlung, gleiche berufliche Entwicklungschancen und selbstbestimmte Arbeitszeiten ein. Der Tarifabschluss in der Metall- und Elektroindustrie bietet Beschäftigten in tarifgebundenen Betrieben seit 2019 die Möglichkeit, zusätzliche freie Tage zu nehmen, wenn sie Kinder erziehen, Angehörige pflegen oder Schicht arbeiten. Hunderttausende Männer und Frauen haben das schon genutzt. Besonders erfreulich: Es nehmen sich auch viele Männer Zeit für Kindererziehung oder Pflege.


Mit der verkürzten Vollzeit auf bis zu maximal 28 Stunden haben Beschäftigte in tarifgebundenen Betrieben der Metall- und Elektroindustrie seit 2019 zudem das Recht, ihre Arbeitszeit für bis zu 24 Monate zu verkürzen. Nach der vorübergehenden Reduzierung der Arbeitszeit steckt künftig niemand mehr in der Teilzeitfalle. Damit waren vor allem Frauen konfrontiert. Durch das gesicherte Rückkehrrecht wird ein Karriereknick vermieden.
Unser Service-Angebot


Wir haben alle Frauen im Blick - von Angelernten über Facharbeiterinnen bis zu Führungskräften; ob im Betrieb, während der Ausbildung oder des Studiums, ob solo-selbstständig, erwerbslos oder in der Rente. Wir beraten beim Berufseinstieg, Jobwechseln oder Weiterbildungen. Wir bieten unseren Mitgliedern ein großes Bildungsprogramm zum Vernetzen, Qualifizieren und einfach mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Mit unseren Leistungen und Kompetenzen verbessern wir die Arbeits- und Lebensqualität unserer Mitglieder. Die IG Metall ist ein großes Netzwerk. Sie unterstützt und bietet Rückhalt.

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