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Partnerschaft IG Metall und UAW; Foto: UAW

Transnationale Partnerschaftsinitiative

IG Metall vertieft Partnerschaft mit US-Gewerkschaft

20.11.2015 Ι Die IG Metall und ihre amerikanische Partnergewerkschaft UAW haben in den USA ein gemeinsames Bildungsinstitut eröffnet. Ziel der Kooperation ist es, die UAW in ihrem Kampf für gute Arbeitsbedingungen, faire Entgelte und echte Mitbestimmung zu beraten.

"Wir bringen mit unserem Konzept der Transnationalen Partnerschaftsinitiative Beschäftigte und ihre demokratisch gewählten Interessenvertreter zusammen, damit sie sich gegenseitig ergänzen und stärken", sagte das geschäftsführende IG Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Lemb bei der Eröffnung am Donnerstag in Spring Hill in Tennessee.

 

Dort wurde im Rahmen der Transnationalen Partnerschaftsinitiative von IG Metall und der Automobilarbeiter Gewerkschaft UAW ein gemeinsames Bildungsinstitut aus der Taufe gehoben. Das "Transatlantic Labor Institute" wird von der IG Metall unterstützt. Es soll den Informationsaustausch zwischen deutschen und US-amerikanischen Gewerkschaften intensivieren. Es wird Bildungsprogramme für Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter und die interessierte Öffentlichkeit entwickeln, um das gegenseitige Verständnis zu Fragen der Gewerkschaftsarbeit und der betrieblichen Mitbestimmung zu erhöhen.

"Wir wollen das Erfolgsmodell der Mitbestimmung in länderübergreifend tätigen Unternehmen auf die Erfordernisse der Gegenwart ausrichten", erklärte Wolfgang Lemb. Mitbestimmung müsse zu einer weltweiten Selbstverständlichkeit in allen deutschen Unternehmen werden. Sie dürfe nicht auf Deutschland beschränkt sein

 

Teamwork: Mitglieder der US-Gewerkschaft UAW zusammen mit Wolfgang Lemb, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, und Horst Mund, Bereichsleiter Internationales und Europa (4. und 3. von rechts).

 

Viele Arbeitsplätze entstanden
Aus Sicht der IG Metall ist die neue Zusammenarbeit nicht nur wichtig, weil die USA einen der wichtigsten Märkte weltweit bilden. Sinkende Löhne sowie mangelnde Tarifbindungen und gewerkschaftliche Vertretung in den Südstaaten der USA machen das Land zunehmend auch als Niedriglohnstandort attraktiv. So haben beispielsweise deutsche Autohersteller und Zulieferer dort rund 100.000 Arbeitsplätze geschaffen. Produktionskapazitäten in den USA werden kontinuierlich erweitert. So hat sich das Produktionsvolumen der deutschen Autohersteller mit 750.000 Fahrzeugen in 2014 seit 2010 mehr als verdoppelt. Der größte Teil dieser Fahrzeuge wird außerhalb der USA abgesetzt.

 

Transnational agierende Unternehmen auf beiden Seiten des Atlantiks sind längst Realität, betonte auch der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats von Opel, Wolfgang Schäfer-Klug.

 

Die IG Metall pflegt schon seit vielen Jahren Freundschaft und eine Partnerschaft mit der UAW. Durch die Transnationale Partnerschaftsinitiative und Eröffnung eines gemeinsamen Büros in Spring Hill wird diese Beziehung weiter gestärkt.

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