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Neue Altersteilzeit 2010: Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente. Foto: IG Metall

Neue Altersteilzeit 2010: Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente

Ab 1. Januar können Beschäftigte vor der Rente aussteigen

17.11.2009 Ι Ab Januar 2010 gilt in der Metall- und Elektroindustrie der Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente (FlexÜ). Damit können die Beschäftigten in Zukunft früher aus dem Arbeitsleben aussteigen. Im September 2008 hatten sich die IG Metall und der Arbeitgeberverband Südwestmetall auf den neuen Tarifvertrag Altersteilzeit verständigt, der bundesweit für die Branche übernommen wurde.

Zwar will die neue Regierung die Altersteilzeit ab 2010 nicht mehr fördern. Doch die Beschäftigten in der Metall- und Elektrondustrie haben noch mal Glück gehabt. Denn für sie gilt ab Januar der neue "Tarifvertrag zum flexiblen Übergang in die Rente" (FlexÜ). Dieser löst den bisherigen Altersteilzeit-Tarifvertrag ab.

Das regelt der neue Tarifvertrag
Künftig können bis zu vier Prozent der Beschäftigten eines Betriebes die Altersteilzeit nutzen - vorausgesetzt, sie arbeiten mindestens zwölf Jahre in ihrem derzeitigen Betrieb. In vielen Unternehmen haben Betriebsräte in Betriebsvereinbarungen geregelt, wie Beschäftigte früher aus dem Arbeitsleben aussteigen können. Schichtarbeiter und dauerhaft "belastete" Beschäftigte können 2,5 Prozent der Vier-Prozent-Quote beanspruchen und bis zu sechs Jahre Altersteilzeit vereinbaren.

Wie funktioniert das Blockmodell der sechsjährigen Altersteilzeit?
Der 57-Jährige Altersteilzeitler arbeitet die ersten drei Jahre voll. Ab 60 ist er für die nächsten drei Jahre "freigestellt". Danach geht er in die vorgezogene Altersrente, allerdings mit Abschlägen. Als Ausgleich erhält er eine monatliche Abfindung von 250 Euro. Insgesamt maximal 24 Monate bis zur vorgezogenen Rente.

Für alle anderen Arbeitnehmer ist die Altersteilzeit von bis zu vier Jahren möglich und endet mit einem abschlagsfreien Rentenzugang. Sie arbeiten also zwei Jahre und bleiben zwei Jahre zu Hause. Die Altersteilzeit muss nahtlos in die ungekürzte Altersrente übergehen. Da die Rente schrittweise auf 67 Jahre angehoben werden soll, verschiebt sich auch der Beginn der Altersteilzeit.

Wieviel Geld gibt es?
Künftig erhalten Beschäftigte mit höherem Einkommen während der gesamten Altersteilzeit etwa 85 Prozent ihres vorherigen Nettoentgelts. Rund 87 Prozent werden es im Schnitt vor allem bei Facharbeitern sein. Arbeitnehmer in den unteren Entgeltgruppen kommen in etwa auf 89 Prozent ihres vorherigen Nettoentgelts. Bei Tariferhöhungen steigen die Einkommen der Altersteilzeitler mit.

Der neue Tarifvertrag gilt bis zum 31. Dezember 2016.

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