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Tag gegen prekäre Beschäftigung
Gegen Missbrauch – für faire Arbeit und Mitbestimmung

Sie schmelzen wie Schnee in der Sonne: Normale sichere Jobs verschwinden, ungeschützte Beschäftigungsverhältnisse machen sich breit. Lohndumping, Unsicherheit und Verlust von zentralem Knowhow sind die Folge. Bundesweit protestieren dagegen heute am Tag gegen prekäre Beschäftigung tausende ...


... Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer.

„Damit der Politik ein Licht aufgeht, bevor wir völlig verSUBen“ – Mitbestimmung auch bei Werkverträgen – unter diesem Motto setzen heute viele Beschäftigte in Köln ein Zeichen. VerSuben – das ist die neue Strategie der Arbeitgeber. Dabei nutzen sie Werkverträge als Deckmantel, um immer mehr Arbeitsplätze aus Kernbereichen an billige Subunternehmer auszulagern. Belegschaften werden gespalten und Kosten zu Lasten der Beschäftigten gesenkt. Dieses Billigmodell der Arbeitsverhältnisse wollen die Unternehmen im Schatten von Industrie 4.0 weiter ausbauen.


Bei strömendem Regen versammelten sich heute deshalb um halb sechs Metallerinnen und Metaller auf der Hohenzollernbrücke in Köln, entzündeten Fackeln und spannten ein Großtransparent an das Brückengeländer. Zu der Aktion hatte die IG Metall anlässlich des Welttags gegen prekäre Beschäftigung aufgerufen.

Dass so viele gekommen waren, zeige „deutlich, wie sehr das Thema in den Betrieben brennt“, erklärte Kerstin Klein von der IG Metall in Köln. Die Beschäftigten erwarten, dass die Politiker endlich genau hinsehen und gesetzliche Regelungen gegen den Missbrauch von Werkverträgen schaffen.

Notwendig sind Informations- und Mitbestimmungsmöglichkeiten in den Betrieben, bei den Betriebsräten. Sie müssen Auslagerungsentscheidungen beeinflussen können und zwar bevor sie umgesetzt werden. Nur so können zukünftig Scheinwerkverträge und die damit einhergehende Verschlechterung von Arbeitsbedingungen vermieden werden.

Nicht nur in Köln gab es Aktionen, auch in anderen Regionen protestierten Metallerinnen und Metaller gegen den Missbrauch von Werkverträgen. In Stuttgart sammelten sie Unterschriften für den Stuttgarter Appell. In München zogen Beschäftigte mit Trillerpfeifen, Streikwesten und Plakaten ausgerüstet durch die Stadt und machten Druck für einen Tarifvertrag beim BMW-Dienstleister.


Proteste und Aktionen gab es auch in Berlin, Duisburg, Gütersloh, Neuwied, Schweinfurt und vielen anderen Städten.

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