Hans Demant, der seit 2004 Opel-Chef war, ist am 15. Januar zurückgetreten. Nick Reilly ist neuer Europa- und damit auch neuer Opel-Chef. Er will bis Ende Januar ein Sanierungskonzept für Opel vorlegen. Das ist die Grundlage für Verhandlungen über Staatshilfen.
General Motors (GM) will für Opel noch weitere Staatshilfen. Der Bedarf wurde auf 3,3 Milliarden Euro beziffert. Rund 2,7 Milliarden Euro sollen nach den Vorstellungen von GM die Regierungen der Länder aufbringen, in denen Opel Standorte hat. In Deutschland hofft Opel auf Hilfe vom Bund sowie von den Ländern Hessen (Standort Rüsselsheim), Nordrhein- Westfalen (Bochum), Rheinland-Pfalz (Kaiserslautern) und Thüringen (Eisenach).
GM hatte angekündigt, im Zuge der Opel-Sanierung in Europa bis zu 9000 von 48 000 Stellen zu streichen, einen Großteil davon in Deutschland. Von der Belegschaft verlangt der Konzern über Lohnverzicht einen Sanierungsbeitrag von jährlich 265 Millionen Euro. Die Arbeitnehmer sind prinzipiell zu Zugeständnissen bereit, haben diese aber an einen Forderungskatalog geknüpft. Gut 12 000 Opel-Mitarbeiter in Deutschland und damit die Hälfte der inländischen Belegschaft sind zeitweise von Kurzarbeit betroffen. Die Produktion wird wegen geringerer Nachfrage und des Wegfalls der Fertigung eines Saab-Modells in Rüsselsheim gedrosselt. Wirtschaftlich geht es nach Reillys Prognose mit Opel frühestens 2011 bergauf. Er sei zuversichtlich, dass Opel dann profitabel sein könne.
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