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IG Metall zieht Jahresbilanz

IG Metall zieht Jahresbilanz

Durchsetzungsfähig, stabil und finanzstark

22.01.2013 Ι "Mitgliederstärke macht uns durchsetzungsfähig", kommentierte Berthold Huber, Erster Vorsitzender der IG Metall, den anhaltend positiven Trend bei den Mitgliederzahlen der Gewerkschaft heute in Frankfurt. Ende Dezember 2012 zählte die IG Metall rund 18 000 Mitglieder mehr als Ende 2011. Der im Vergleich noch mal gestiegene Zuwachs - vor allem an jungen Menschen zeigt: Die IG Metall startet als schlagkräftige und gleichzeitig moderne Mitgliederorganisation in das Jahr 2013.

Die Mitgliederfrage ist nicht nur die politischste Frage der IG Metall überhaupt, sie zeigt wie erfolgreich die IG Metall in den Betrieben, vor Ort und in der politischen Debatte ist. Nach der positiven Mitgliederentwicklung 2011 hat die IG Metall im vergangenen Jahr noch eine Schippe drauflegen können. Die Gewerkschaft zählte Ende 2012 rund 18000 Mitglieder mehr als im Dezember 2011. Damit hat sich der positive Trend verstetigt. Insgesamt sind nun 2,264 Millionen Menschen in der IG Metall organisiert. Dieser Rückhalt stärkt die Durchsetzungsfähigkeit in den Betrieben, bei Tarifverhandlungen und in den gesellschaftlichen Auseinandersetzungen.

Für die Herausforderungen 2013 sei diese Stärke auch notwendig, machte Berthold Huber deutlich. Neben der Tarifrunde in der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie, stehen auch Tarifverhandlungen für die Stahl- und der Metall- und Elektroindustrie an. Zudem finden im Herbst Bundestagswahlen statt. Wichtigste Forderung an die Politik bleibt eine neue Ordnung auf dem Arbeitsmarkt. Huber kritisierte den Trend hin zu prekärer Beschäftigung. Fast jeder vierte Beschäftigte hierzulande arbeite im Niedriglohnsektor. Das ist der größte Anteil in ganz Europa. "Die IG Metall wird sich diesem Trend nicht widerstandslos fügen", kündigte Huber an.


Sichere und faire Arbeit - auch für 2013 das Ziel

Die IG Metall hat 2012 die unbefristete Übernahme in der Metall- und Elektroindustrie durchgesetzt. Ebenso gibt es jetzt Regelungen zur Mitbestimmung und zur Begrenzung der Leiharbeit sowie Branchenzuschläge für Leiharbeiter. Damit hat die IG Metall schon viel in Sachen prekäre Beschäftigung erreicht. Jedoch kann die Regulierung des Arbeitsmarktes nicht alleine Aufgabe der Tarifvertragsparteien sein. Jetzt sei die Bundesregierung gefordert. "Die IG Metall erwartet von allen Parteien verantwortungsvolles Handeln gegenüber den Beschäftigten. Dazu gehört ein flächendeckender Mindestlohn ebenso wie die Kurzarbeit für Leiharbeiter. Der Niedriglohnsektor muss mit allen verfügbaren Möglichkeiten eingedämmt werden", so Huber.


Der Erste Vorsitzende der IG Metall ging auch auf die wirtschaftliche Situation ein. Die Lage im Euroraum bezeichnete er als fragil. Auch wenn Deutschland stabil sei, so bleibe man hierzulande von der Situation im restlichen Europa nicht unberührt, führte er aus. Huber plädierte daher für ein investives Wachstumsprogramm für Europa. 




Verstetigung der guten Entwicklung

Dass die IG Metall sich auch künftig um die Probleme der jungen Menschen kümmern werde, bekräftigte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall. Und die Junge Generation vertraut auf die Gewerkschaft, das zeigt die Mitgliedsentwicklung bei den Jungen. 2012 stieg die Zahl der Mitglieder unter 27 Jahren um 4,5 Prozent auf

223 000. Bei den Auszubildenden gibt es einen Zuwachs von fast fünf Prozent. "Wir bauen unsere Position als größte politische Jugendorganisation in Deutschland aus", stellte Wetzel fest.


Die IG Metall geht mit einer soliden finanziellen Basis in das Jahr 2013. Rund 481 Millionen Euro betrugen die Beitragseinnahmen in 2012. Das ist ein Plus zu dem guten Ergebnis des Vorjahres von 22 Millionen Euro oder 4,8 Prozent.


"Gerechtigkeit und prekäre Beschäftigung passen genau so wenig zusammen, wie Demokratie und Zensur", stellte Wetzel fest. Er kündigte an, in diesem Jahr Werkverträge in den Fokus der IG Metall-Kampagne "Arbeit: sicher und fair" zu stellen. Ungerechte Unternehmensstrategien, wie sie häufig bei Werkverträgen zum Ausdruck kämen, werde die Gewerkschaft nicht akzeptieren. Bei der Leiharbeit ist die IG Metall ein sehr gutes Stück vorangekommen und "das werden wir auch beim Thema Werkverträge schaffen", zeigte sich Wetzel zuversichtlich. Die IG Metall hatte 2012 Übernahmeregelungen und Branchenzuschläge für Leihbeschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie, der Holz- und Kunststoff verarbeitenden Industrie sowie der Textil- und Bekleidungsindustrie vereinbart. Diese Erfolge haben sich auch in der Mitgliederentwicklung gezeigt.


Dass die IG Metall auf tariflicher, betrieblicher und gesetzlicher Ebene erfolgreich ist, liegt unter anderem an ihrer Kampagnenarbeit. "Die Themen, die von zentraler Bedeutung für unsere Mitglieder sind, greifen wir heraus und gehen sie betriebs-, tarif- und gesellschaftspolitisch an", erklärt Wetzel.


In die Zukunft investieren

Im letzten Jahr hat die IG Metall einen Investitionsfond mit 20 Millionen Euro neu aufgelegt. Dieses Geld wird in insgesamt 57 Projekte investiert werden. Dabei werden vor allem die Bereiche unterstützt, die wachsen und Zukunftsindustrien darstellen: Die Windindustrie oder der Bereich der industriellen Dienstleistungen. Ein Schwerpunkt ist zudem die Angestellten-, Ingenieurs- und Studierendenarbeit. Dass dies eine erfolgreiche Strategie ist, zeigt der Mitgliederzuwachs um 3,8 Prozent im gesamten Angestelltenbereich. 2012 traten zudem mehr als 7300 Ingenieure und technische Experten der IG Metall bei. "Wir haben mit unserer Organisationsreform eine unglaubliche Dynamik  geschaffen", sagte Detlef Wetzel.

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