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Hintergründe zur Abwrackprämie. Foto: R.-Andreas Klein/Fotolia.de

Hintergründe zur Abwrackprämie

Abwrackprämie und Wirtschaftskrise

Die Automobilbranche leidet mit am stärksten unter der Krise. Um der Branche Zeit zu verschaffen, sich anzupassen und den industriellen Kern Deutschlands zu sichern, entwickelte die IG Metall zusammen mit den Autobetriebsräten die Abwrackprämie. Die wirtschaftliche Situation und die Verteuerung der Rohstoffe machte die Maßnahme notwendig.

Immobilienkrise und Automarkt
Die Immobilienkrise führte 2007/2008 zu großen Kaufkraftverlusten. In den USA, Großbritannien, Spanien und Irland konnten immer mehr Kreditnehmer ihre Kreditraten nicht mehr bedienen. Zu Beginn des Jahres 2008 bricht in der Folge auch der Automarkt global ein. In Deutschland trifft die Krise zuerst die Autohersteller, da sie einen großen Teil ihrer Fahrzeuge ins Ausland exportieren. Die Produktion sinkt oder kommt zum Stillstand, was besonders die Autozulieferer zu spüren bekommen. Die Automobilbranche ist insgesamt besonders hart betroffen, denn jeder siebte Arbeitsplatz in Deutschland hängt direkt oder indirekt von ihr ab.

Autofahren verteuerte sich seit langem
Die Preise für Öl und Benzin erhöhten sich in den letzten Jahren rasant. Auch die Dieselfahrzeuge waren keine günstige Alternative zum Benziner mehr, da dieser Kraftstoff sich ebenfalls verteuerte. Viele Käufer entschieden sich deshalb entweder gegen einen neuen Pkw oder verschoben ihren Kauf.

Das Haushaltseinkommen vieler Käufer ist seit Herbst 2008 schmäler
In den Betrieben wird kurz gearbeitet oder es stehen Entlassungen an. Viele Zeitarbeiter verlieren ihre Jobs. Diejenigen, die noch einen Job haben, wissen nicht, wie sich ihre persönlichen Situation entwickeln wird. Zusätzlich verteuern höhere Preise viele lebensnotwendigen Dinge.

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