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Ältester Delegierter des Gewerkschaftstags
„Die Ideen gehen mir nie aus“

Helmut Wiemann ist auf dem Gewerkschaftstag der IG Metall mit seinen 79 Jährchen der älteste Delegierte. Der gelernte Elektriker ist seit seinem Ruhestand Herz und Motor der Seniorenarbeit der IG Metall Köln-Leverkusen. In Nürnberg geht er für seinen Antrag in die Bütt.


Der Mann mit dem markanten grauen Schnauzer könnte gut und gern als der große Bruder von Dieter Zetsche durchgehen. Der gezwirbelte Bart ist das Erkennungszeichen des Metallers. Helmut Wiemann war in seiner aktiven Zeit als gelernter Elektriker im Kabelwerk Guillaume tätig. Als Meister hat er sich um die Ausbildung und vieles andere gekümmert. An der Basis hat er sich für seine Kolleginnen und Kollegen eingesetzt, zunächst als Vertrauensmann der IG Metall, dann als Betriebsrat.

Jetzt ist Wiemann seit 17 Jahren im Ruhestand. Seine Frau Helga würde von Unruhestand sprechen. Denn untätig ist ihr Helmut mitnichten. Er leitet den Senioren-Arbeitskreis der IG Metall-Geschäftsstelle Köln-Leverkusen. Klingt nach Spazierfahrten und Kaffeekränzchen? Falsch gedacht.

Jeden Monat organisiert Helmut eine politische Veranstaltung. Mal lädt er Experten ein zu Rente oder sozialen Wohnungsbau. Oder er organisiert eine Schulung zum Umgang mit dem Handy und Computer. „Für ältere Menschen ist es besonders wichtig, damit sie mit der Technik mithalten können.“ Die Themen orientieren sich immer eng an den Interessen und Bedürfnissen der Mitglieder. Im September war er mit über 40 Leuten im Tagebau Garzweiler, um sich dort ein Bild vor Ort zu machen. Umwelt- und Naturschutz ist auch bei Metallern ein Thema. Wiemann scheut sich dabei nicht, kontroverse Themen anzupacken.


Interessen von Seniorinnen und Senioren noch besser vertreten

Seit 17 Jahren macht Wiemann jetzt diese Arbeit. „Ich hätte nie gedacht, dass ich das so lange machen würde. Aber irgendwie gehen mir die Ideen nicht aus“, sagt er. Seine Seniorengruppe der IG Metall Köln-Leverkusen gilt als einer der aktivsten in der Region. Es ist daher auch kein Zufall, dass er mit anderen zusammen einen Antrag für den Gewerkschaftstag der IG Metall Anfang Oktober erarbeitet hat mit dem Ziel, die Interessen von Seniorinnen und Senioren noch besser gewerkschaftlich vertreten zu können.

Seine Philosophie für die außerbetriebliche Gewerkschaftsarbeit formuliert er so: „Die Idee ist, die Kollegen im Ruhestand und Vorruhestand so zu mobilisieren, dass sie sich weiterhin mit der IG Metall identifizieren und aktiv bleiben. Viele wissen auch nicht, welche Vorteile ihnen die IG Metall auch im Ruhestand weiter bietet wie Rechtsbeistand und Freizeitunfallversicherung. Das versuche ich ihnen zu vermitteln und dass es persönlich jedem etwas bringt, gesellschaftlich aktiv zu sein.“

Was erwartet Helmut Wiemann vom Gewerkschaftstag in Nürnberg? „Das ist ja nun schon mein zweiter Gewerkschaftstag, den ich mitmache. Und ich bin stolz darauf, dass ich erneut Delegierter geworden bin. Ich freue mich auf die Diskussionen und den Kontakt mit den Kolleginnen und Kollegen und werde stolz sein wie ne Kölsch Jung, wenn wir den Antrag, den wir vorgelegt haben, durchkriegen.


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