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Foto: PantherMedia / Bram Janssens

Tipp zur Frankfurter Buchmesse: "Crowdwork - zurück in die Zukunft?"

Ein Plädoyer für die Demokratisierung digitaler Arbeit

09.10.2014 Ι Das sogenannte Crowdworking ist stilbildend für die Zukunft digitaler Arbeit - und doch geht sein Einzug in immer mehr Unternehmen an der Wahrnehmung der Öffentlichkeit vorbei. Das neue Buch "Crowdwork - zurück in die Zukunft?" macht unmissverständlich klar, warum Mitbestimmung der CrowdworkerInnen und faires Entgelt auch hier unverzichtbar sind.

Es betrifft bereits viele Beschäftigte - und wird in Zukunft noch wesentlich mehr betreffen: "Crowdwork" ist der Oberbegriff für Wertschöpfung in einer digitalen Datenwolke. Im Kern geht es darum, digitale Arbeit neu zu organisieren. Dazu fungiert eine Onlineplattform quasi als Werkshalle, in der beispielsweise Programmierer an einem Projekt arbeiten. Unternehmen sprechen dabei meist von "Crowdsourcing". Betreiben sie "internes Crowdsourcing", sind die Beschäftigten des Unternehmens die "Crowd" (Menschenmenge). Betreiben sie "externes Crowdsourcing", geben sie Aufgaben etwa an Freelancer raus (Outsourcing). Beide Varianten sind mit Chancen verbunden, aber auch mit Risiken für die Beschäftigten.


Diskussion rund um Themen des Buchs sowie Interviews mit Autoren jetzt auf Twitter:

Im neuen Buch "Crowdwork - zurück in die Zukunft?", herausgegeben von Christiane Benner, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall, decken über 30 Autoren die unterschiedlichen Facetten des Themas auf. Die auch internationalen Beiträge aus Wissenschaft, Technik und Forschung, von Betriebsräten, Gewerkschaftern, Gewerkschafterinnen und aus dem Arbeitsrecht laden auf über 300 Seiten zu einem Perspektivwechsel ein. Warum arbeiten Menschen in der Crowd? Wer sind die Treiber hinter den technischen Lösungen der Plattformen?


Auch berichten die Autoren teilweise von technikbegeisterten Menschen aus Wissenschaft und Informatik, die mit bester Absicht technische Lösungen entwickeln, ohne aber die Folgen für Menschen, Gesellschaft und Arbeitswelt zu bedenken. Deshalb ist ein Dialog zwischen Arbeitswelt und Wissenschaft nötig. "Nur wird nichts von alleine gut", schreibt Christiane Benner im Vorwort. Es geht um die Auseinandersetzung, ob Crowdsourcing zu einer Amazonisierung oder Demokratisierung der Arbeitswelt führen wird. Neue Zeiten bringen neue Fragen hervor, die sich nur unter Beteiligung der Beschäftigten beantworten lassen. Das Buch ist ein Plädoyer für die Demokratisierung digitaler Arbeit.


Leseproben:


Das Buch "Crowdwork - zurück in die Zukunft?" stellt Christiane Benner heute auf der Buchmesse in Frankfurt am Main vor. Es erscheint im BUND-Verlag und kann unter der ISBN: 978-3-7663-6395-4 bestellt werden. Am Stand des Verlags (4.2 / G55) sowie auf der großen Bühne der Fachverlagshalle gibt es zudem Diskussionen rund um Crowdwork und Digitalisierung. Für Fachbesuchern hat die Buchmesse bereits geöffnet, Privatbesucher erhalten am Samstag, 11. Oktober und Sonntag, 12. Oktober, Einlass.

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