Die Tarifvertragsparteien der Metall- und Elektroindustrie in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland haben den zum Ende des Jahres auslaufenden Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung für 2010 wieder in Kraft gesetzt.
„Die Krise ist nicht vorbei, Beschäftigung kann und muss jedoch auch in 2010 gesichert werden“ sagte der Verhandlungsführer der IG Metall Armin Schild nach den Gesprächen. Die umfassende Anwendung der Kurzarbeit bleibe das Fundament, um Entlassungen in der Krise zu verhindern. Darauf aufbauend sei jedoch der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung ein zusätzliches Instrument zur Vermeidung von Entlassungen, das in 2010 zunehmend an Bedeutung gewinnen werde, so Schild.
Der Tarifvertrag zur Beschäftigungssicherung für die Tarifgebiete Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland (Mittelgruppe) endet am 31. Dezember dieses Jahres. Durch eine Modifizierung des Tarifvertrags will die IG Metall zusätzliche flexible Instrumente etablieren, mit denen vor allem die Beschäftigung und die Übernahme der Auszubildenden und Ausgelernten gesichert werden soll.
Die Vorschläge der IG Metall im Detail:
Arbeitszeit fair teilen Im Mittelpunkt steht die faire und flexible Verteilung vorhandener Arbeit. Die vereinfachte und verlängerte Kurzarbeit bleibt das entscheidende Instrument, um Beschäftigung zu sichern. Weiterhin muss es für 2010 möglich sein, die Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden mit Teillohnausgleich abzusenken.
Ausbildung und Übernahme sichern Junge Menschen tragen die Hauptlast der Krise. Im Januar steht die Übernahme der Ausgebildeten an. Die IG Metall will eine befristete Übernahmegarantie für alle Azubis erreichen, die jetzt auslernen. Dazu hat sie ein Kaskadenmodell entwickelt.
Altersteilzeit fördern Die Bedingungen für einen flexiblen Ausstieg mittels geförderter Altersteilzeit sollen verbessert werden.
Leiharbeit fair und sozial regulieren Während der Krise hat Leiharbeit wieder zugenommen. Die IG Metall Frankfurt will mit den Arbeitgeberverbänden der Verleih- und Entleihbetriebe regeln, Leiharbeit fair und sozial zu regulieren.
Schild betonte jedoch, dass die für 2010 zu erwartenden Beschäftigungsprobleme durch Tarifpolitik alleine nicht zu bewältigen seien. Deshalb seien auch die Politik, beispielsweise mit der Finanzierung des Teillohnausgleiches, und die Banken durch verantwortungsvolle Kreditvergabepraxis in der Verantwortung.
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