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Leipzig einig gegen Nazis
Courage gezeigt

Etwa 2000 Neonazis wollten Ende August 2011 eine ganztägige Kundgebung vor dem Leipziger Völkerschlachtdenkmal abhalten. In einer gemeinsamen Aktion haben das die Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und antifaschistischen Gruppen im Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ verhindert.


Das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig soll eigentlich als Symbol des Friedens an die blutige Völkerschlacht von 1813 erinnern. Doch Ende August wollte die NPD hier 2 000 Neonazis gegen Europa aufmarschieren lassen. Aber Leipzig stellte sich ihnen entgegen.Die IG Metall war gemeinsam mit anderen Gewerkschaften, Parteien, Kirchen und antifaschistischen Gruppen im Bündnis „Leipzig nimmt Platz“ dabei. Auch der Stiftungsrat des Völkerschlachtdenkmals, der ein riesiges Anti-Nazi-Plakat an das 91 Meter hohe Denkmal hängte. Die Stadt Leipzig untersagte die Nazi-Parade. Die NPD klagte. Nach einem Tauziehen über mehrere Instanzen scheiterte ein Eilantrag der NPD wenige Stunden vor dem geplanten Aufmarsch beim Bundesverfassungsgericht.

IG Metall gegen Nazis
Leipzig ist kein Einzelfall. Von Köln bis Chemnitz, von Dortmund bis Dresden: Die IG Metall stemmt sich fest gegen Rassismus. Sie setzt auf Respekt. So heißt auch eine aktuelle Initiative.Vor allem die IG Metall-Jugend engagiert sich. Ob beim Anbringen von „Respekt“-Schildern im Betrieb, die für mehr Tolerenz stehen, ob auf Azubi-Workshops und in Jugend-Versammlungen: Die Arbeit fruchtet. IG Metall-Jugendsekretär Steffen Reissig: „In Leipzig haben die Nazis jetzt schon mehrere Jahre lang keinen Fuß mehr in die Stadt bekommen.“

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