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1. Mai 2018

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1. Mai 2018

Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit

11.04.2018 Ι Am 1. Mai demonstrieren die DGB-Gewerkschaften für soziale Gerechtigkeit und gegen Spaltung. Von der neuen Regierung fordern sie dazu unter anderem die Stärkung von Tarifbindung und Mitbestimmung. Die geschäftsführenden Vorstandsmitglieder der IG Metall sind bei den Mai-Kundgebungen auch wieder dabei. Auf unserer Landkarte zeigen wir, wer wo redet.

"Solidarität - Vielfalt - Gerechtigkeit". Unter diesem Motto ruft in diesem Jahr der DGB die Mitglieder der Gewerkschaften zum 1. Mai auf.

Die Gewerkschaften fordern von der neuen Großen Koalition, dass sie die politischen Weichen in die richtige Richtung stellt: Solidarität statt Spaltung, so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Und mehr soziale Gerechtigkeit. Das bedeutet: Unsichere, prekäre Arbeit und Niedriglöhne müssen eingedämmt, Tarifbindung und Mitbestimmung gesetzlich gestärkt werden. Die Transformation der Wirtschaft und die Digitalisierung dürfen nicht zulasten der Beschäftigten gehen.

Arbeit soll besser mit Familie und Pflege vereinbar sein. Und Frauen dürfen nicht länger benachteiligt werden. Dazu fordern die Gewerkschaften Arbeitszeiten, die zum Leben passen, mit mehr Selbstbestimmung für die Beschäftigten - was die IG Metall ja bereits in der Metall-Tarifrunde zum gesellschaftlichen Thema gemacht hat.

Zudem soll das Steuersystem gerechter werden und die Handlungsfähigkeit des Sozialstaats sichern, für Investitionen in die öffentliche Infrastruktur, Bildung und bezahlbare Wohnungen.

Solidarität und Vielfalt heißt auch: Rechtspopulisten dürfen nicht länger einen Keil in die Gesellschaft treiben.

 

Wer spricht wo am 1. Mai?

Die sieben geschäftsführenden Vorstandsmitglieder der IG Metall reden auf folgenden Kundgebungen: Der Erste Vorsitzende der IG Metall, Jörg Hofmann, wird bei der Kundgebung auf dem Königsplatz in Kassel sprechen. Christiane Benner, die Zweite Vorsitzende, ist auf dem Heumarkt in Köln zu hören. Hauptkassierer Jürgen Kerner spricht auf dem Marienplatz in München, Wolfgang Lemb auf dem Hauptmarkt in Zwickau, Ralf Kutzner am Fischversandbahnhof in Cuxhaven, Irene Schulz am Brandenburger Tor in Berlin und Hans-Jürgen Urban auf dem Bert-Kaempfert-Platz in Hamburg.

Auf unserer Landkarte ist außerdem zu sehen, auf welchen Kundgebungen die IG Metall-Bezirksleiter reden.
 

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Links und Zusatzinformationen
Mai-Plakat
Geschichte des 1. Mai

Der 1. Mai wird in vielen Ländern als Internationaler Tag der Arbeiterbewegung gefeiert. Er gilt auch als "Tag der Arbeit" und ist gesetzlicher Feiertag in Deutsch- land, Österreich, in Teilen der Schweiz sowie in vielen weiteren Staaten, wie etwa Italien, Russland, China, Griechenland, Frankreich, Schweden, Finnland, Türkei, Mexiko, Thailand, Nordkorea, Portugal und Brasilien.

Seinen Ursprung hat der 1. Mai Anfang 1865 in den USA. Damals forderten die amerikanischen Gewerkschaften den Acht-Stunden-Tag. Um diesen durchzu- setzen, riefen sie ein Jahr später am 1. Mai 1886 zum Generalstreik auf.

Auf dem Gründungskongress der Zweiten Internationalen 1889 wurde der 1. Mai als "Kampftag der Arbeiterbewegung" ausgerufen. 1890 wurde zum ersten Mal der 1. Mai mit Massendemonstrationen in der ganzen Welt begangen.

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