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Foto: Fotolia/FranzPfluegl

Die Würde des Menschen ist unantastbar

Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie & Rechtsstaat

12.02.2016 Ι Die IG Metall hat gemeinsam mit dem DGB und neun weiteren Partnern eine "Allianz für Weltoffenheit" gegründet. Die Allianz für Weltoffenheit setzt sich ein für Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt. Zentrale Botschaft: Die Würde des Menschen ist unantastbar!

Zu dem breiten gesellschaftlichen Bündnis gehören die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, die Deutsche Bischofskonferenz, der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Deutsche Gewerkschaftsbund, der Zentralrat der Juden in Deutschland, der Deutsche Kulturrat, der Koordinationsrat der Muslime, der Deutsche Naturschutzring, der Deutsche Olympische Sportbund sowie die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege.

Aufruf: Die Würde des Menschen ist unantastbar

Deutschland ist ein demokratisches und weltoffenes Land. Das erklären die Allianz-Partner in einem Aufruf. Seit Jahrzehnten leben hier Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion zusammen. Der im Grundgesetz verankerte Schutz der Menschenwürde gilt für alle Menschen, gleich ob sie seit Generationen hier leben, zugewandert oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind.

Den Verfassern ist bewusst, dass die Aufnahme und Integration der vielen Flüchtlinge verbunden sind mit großen gesellschaftlichen, ökonomischen und sozialen Herausforderungen. Dennoch sollen Menschen, die in ihrer Heimat um Leib und Leben fürchten müssen, Anspruch auf Schutz in Europa haben.

Da viele Flüchtlinge für lange Zeit oder dauerhaft bei uns bleiben werden, gelte es nun diese Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Dazu müssen sie die Möglichkeiten haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Deutsch zu lernen sei dabei genauso wichtig, wie ein möglichst früher Zugang zu Integrationsmaßnahmen, Bildung, Kultur, Arbeit und Sport.

Auch die Geflüchteten sind gefordert

Die Allianz sieht allerdings auch die Flüchtlinge in der Pflicht. Denn: Nur wer zur Integration bereit ist, kann am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. In dem Aufruf heißt es: "Ein friedliches Miteinander und die Integration in die deutsche Gesellschaft gelingen nur dann, wenn die Werte des Grundgesetzes und unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens von allen akzeptiert werden." Dies bedeute, dass das Recht auf freie Ausübung der Religion ohne Unterschied anerkannt werden muss.

Es dürfe aber niemand die eigene kulturelle oder religiöse Prägung als Deckmantel missbrauchen, um die Grundrechte der Glaubens- und Gewissensfreiheit, der körperlichen Unversehrtheit und der Gleichberechtigung von Mann und Frau in Frage zu stellen oder Minderheiten zu diskriminieren. Dort, wo das Gewaltmonopol des Staates missachtet oder Straftaten begangen werden, müssen die Täter strafrechtlich verfolgt werden. Straftäter mit ausländischer Staatsangehörigkeit müssen gegebenenfalls mit der Beendigung ihres Aufenthalts in Deutschland rechnen.

Gegen Hass und Gewalt

Zurzeit schüren rechtspopulistische und rechtsextreme Gruppierungen mit dem Thema Flucht und Migration Feindseligkeit und stellen unsere freiheitlich-demokratische Ordnung in Frage. Die Autoren des Aufrufs stellen sich dem klar entgegen: "Jeder Form von Hass, Rassismus, Beleidigung oder Gewalt treten wir mit Entschiedenheit entgegen."

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