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Sicher durch die Transformation

Digitalisierung, Energie- und Mobilitätswende – die Herausforderungen sind enorm. Die IG Metall nimmt sie an und gestaltet den Wandel aktiv mit.

1. November 20191. 11. 2019Christoph Böckmann und Jan Chaberny


Energiewende, Mobilitätswende, Digitalisierung ― all diese Themen werden Industrie und Gesellschaft stark verändern. Chancen und Risiken liegen dabei eng beieinander. So wird es darauf ankommen, den Umbau von Technologien, Produkten, Geschäftsmodellen, Standorten und Wertschöpfungsketten nicht zu verhindern, sondern fair zu gestalten. Das betonten  die Delegierten auf dem 24. Ordentlichen Gewerkschaftstag der IG Metall.


Energie und Mobilität

Mit großer Mehrheit haben sie sich für ein Aktionsprogramm zur Gestaltung der Transformation ausgesprochen. Konkret: Die IG Metall wird an regionalen Zukunftsszenarien und dazu passenden Energie- und Mobilitätskonzepten sowie an Zukunftskonzepten für Standorte und Beschäftigung mitarbeiten. Die Beschäftigten müssen an den Umbauprozessen beteiligt werden. Denn ihre Ideen ― etwa für mehr Energieeffizienz in den Unternehmen ― sind für eine erfolgreiche Transformation unverzichtbar.

Politisch wird sich die IG Metall dafür einsetzen, dass Mobilität klimafreundlich, für alle zugänglich und bezahlbar ist, der Energiesektor für Haushalte und Industrie ausreichend bezahlbare Elektrizität aus erneuerbaren Energien bereitstellt, speichert und transportiert, die industrielle Wertschöpfung auf die neuen Technologien und Produkte ausgerichtet wird und die Beschäftigten berufliche Perspektiven bekommen.


Mehr Qualifizierung

Nach dem Willen der Delegierten soll die IG Metall die Digitalisierung auf allen Handlungsfeldern gestalten. Dafür wurde ein Bündel von Maßnahmen definiert: Im Betrieb will die IG Metall verpflichtende Qualifizierungspläne vereinbaren. Anforderungen müssen hierfür analysiert und bestehende Instrumente wie das Qualifizierungschancengesetz angewendet werden. Die IG Metall will Gestaltungsansätze beispielsweise zur Personal- und Qualifizierungsplanung in den Betrieben verankern. Die Politik muss Weiterbildung mit einem Transformationskurzarbeitergeld fördern. Tarifpolitisch wird die IG Metall sich um gute Bezahlung auch in Zeiten des Umbruchs kümmern, Abkommen zum Schutz vor Rationalisierung vorantreiben, bestehende Verträge zur Qualifizierung und Weiterbildung weiterentwickeln sowie tarifpolitische Standards für dual Studierende durchsetzen.

Die IG Metall macht sich für eine Gleichstellung aller Ausbildungsformen im Betrieb stark. Durch eine Erhöhung der tariflichen Ausbildungsvergütungen und die stetige Verbesserung der Ausbildungsqualität soll außerdem die Attraktivität der betrieblichen Ausbildung steigen.

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