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Kritischer Jounalismus: Otto Brenner Preis 2012

Kritischer Jounalismus: Otto Brenner Preis 2013

Zivilcourage im Journalismus fördern

08.04.2013 Ι Die Otto Brenner Stiftung prämiert am 12. November zum neunten Mal Journalismus mit Qualität und Substanz. Unter dem Motto "Kritischer Journalismus - Gründliche Recherche statt bestellter Wahrheiten" vergibt die Stiftung sechs Preise und drei Recherche-Stipendien an junge journalistische Talente. Einsendeschluss ist der 31. Juli 2013.

Mit insgesamt 47 000 Euro gehört der Journalistenpreis der Otto Brenner Stiftung (OBS) zu den wichtigsten Auszeichnungen für Journalisten in Deutschland. Ziel des Wettbewerbs ist es, gesellschaftlich relevante aber vernachlässigte Themen in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Der Otto Brenner Preis soll Journalistinnen und Journalisten ermutigen, unbequeme Fragen aufzugreifen und Missstände in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft klar zu benennen.

Teilnahme
Ab sofort können Journalistinnen und Journalisten mit Beiträgen aus Print, Hörfunk, Fernsehen und Internet am Wettbewerb teilnehmen und vorgeschlagen werden. Der Einsendeschluss für die Bewerbungen ist Mittwoch, der 31. Juli 2013.

Auszeichnungen
Der Preis prämiert Beiträge, die sich vom breiten Mainstream der Berichterstattung durch eine eigenständige und gründliche Recherche absetzen und in Sprache, Stil und Darstellungsweise überzeugen. Eine unabhängige Jury prämiert drei intensiv recherchierte und anspruchsvolle Beiträge mit 10 000, 5000 und 3000 Euro. Hinzu kommen ein mit jeweils 2000 Euro dotierter Newcomer- und ein Medienprojekt-Preis. 

Der Otto Brenner Preis will Zivilcourage im Journalismus fördern. In diesem Sinne will er der unkritischen Übernahme von Mehrheitsmeinungen entgegenwirken und Mut machen für eine klare, pointierte und sorgfältige Meinung. Mit dem Otto Brenner Preis "Spezial" werden zudem herausragende publizistische Analysen ausgezeichnet. Dazu zählen Leitartikel, Kommentare, Essays und andere journalistische Stilformen in der Kategorie "Meinung, Deutung, Kommentar".

Drei Recherche-Stipendien mit jeweils 5000 Euro gehen an junge Nachwuchsjournalisten, die wichtige Themen aufgreifen und über einen längeren Zeitraum recherchieren. Die Stipendien werden zusammen mit der Journalistenvereinigung "netzwerk recherche" (nr) vergeben und von erfahrenen Redakteuren betreut. Beispiele erfolgreicher OBS-Recherche-Stipendien sind unter anderem die Filme von Golineh Atai über "Auslandsadoptionen im globalen Kindermarkt" und das Buch "Bertelsmannrepublik Deutschland - Eine Stiftung macht Politik" von Thomas Schuler. Gewinner des "Spezial"-Preises 2012 sind Hauke Wendler und Carsten Rau. Sie arbeiteten in ihrem Film "Wadim" beispielhaft die Mängel der Ausländerpolitik hierzulande heraus.

Jury

Die Sitzung der Jury ist am 2. Oktober 2013. Jurymitglieder sind Sonia Seymour Mikich (WDR), Prof. Dr. Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung), Harald Schumann (Der Tagesspiegel), Prof. Dr. Volker Lilienthal (Rudolf Augstein Stiftungsprofessur für "Praxis des Qualitätsjournalismus"), Prof. Dr. Thomas Leif (SWR-Chefreporter, "2+Leif") und Berthold Huber (Erster Vorsitzender der IG Metall und Verwaltungsratsvorsitzender der Otto Brenner Stiftung).

Die Preisverleihung findet am 12. November 2013 statt. Auf der Internetseite der Otto Brenner Stiftung bieten wir Informationen zum Otto Brenner Preis, den Bewerbungsformalitäten und den Teilnahmebedingungen.

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Links und Zusatzinformationen
Otto_Brenner
"Nicht Ruhe und Unterwürfigkeit gegenüber der Obrigkeit ist die erste Bürgerpflicht, sondern Kritik und ständige demokratische Wachsamkeit."

Das forderte Otto Brenner 1968. Der Preis für kritischen Journalismus orientiert sich am politischen Vermächtnis des langjährigen IG Metall-Vorsitzenden.

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