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Prüferin und Prüfer für die Berufsausbildung. Foto: Frack Boston/Fotolia.de.

Prüferin und Prüfer für die Berufsausbildung

Wir brauchen Sie als Prüferin und Prüfer

04.06.2012 Ι Im Nebenjob zu prüfen ist eine wichtige und spannende Aufgabe. Denn junge Menschen sollten nicht nur gut ausgebildet, sondern ihre Leistungen auch richtig bewertet werden. Dabei geht es für sie letztendlich um Bestehen oder Durchfallen und somit um ihre Zukunftsperspektive. Für die Prüfer selbst bringt es eine persönliche Entwicklung. Prüfer werden kann fast jeder. Die IG Metall hilft dabei.

300 000 ehrenamtliche Ausbildungsprüfer in Deutschland machen einen wichtigen Job: Zweimal im Jahr nehmen sie die schriftlichen und praktischen Prüfungen der Auszubildenden ab und bewerten sie. Umso wichtiger ist es, dass Prüfer aus der betrieblichen Praxis kommen. Die Prüfungsausschüsse der regionalen Kammern sind zu zwei Dritteln mit qualifizierten Beschäftigten aus den Betrieben besetzt, das dritte Drittel mit Berufsschullehrern.

Prüfer werden ist nicht schwer
Jeder mit einer abgeschlossenen Ausbildung und Berufserfahrung kann als Prüfer von den Kammern berufen werden. Gerade diejenigen, die sich nicht professionell mit Ausbildungsfragen beschäftigen, sind hervorragende Experten ihres Faches und deshalb besonders geeignet als Prüferin oder Prüfer. Gerade sie wissen, was im Beruf aktuell ist. Wir möchten Sie gerne als Prüferin oder Prüfer werben und haben für Sie die wichtigsten Infos zusammengestellt.

Was ist ein Prüfungsausschuss?
Verantwortlich für die Prüfung sind die Prüfungsausschüsse der Industrie-, Handels- und Handwerkskammern sowie der Innungen. Die Ausschüsse sind gleichberechtigt paritätisch mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern besetzt. Die Prüfer und Prüferinnen der Arbeitnehmer sind von den Gewerkschaften beauftragt. In jedem Prüfungsausschuss ist zusätzlich mindestens ein Lehrer einer berufsbildenden Schule vertreten.

Für die in der Region ausgebildeten Berufe wird mindestens ein Prüfungsausschuss gebildet. Das Berufsbildungsgesetz und die Handwerksordnung regeln die Arbeit der Ausschüsse.

Welche Anforderungen werden an Prüfer gestellt?
Als Prüfer oder Prüferin setzen Sie sich mit den Prüfungsanforderungen stets aufs Neue auseinander, begleiten die Auszubildenden während der Prüfung und nehmen ihnen die Angst und Befangenheit vor und während der Prüfung.

Was machen Prüferinnen und Prüfer im Prüfungsausschuss?

  • Prüfungstermine festlegen
  • Prüfungsaufgaben beschließen
  • über die Zulassung zur Prüfung endgültig entscheiden
  • Prüfung abnehmen
  • Aufsichtsführung
  • Prüfungsleistung beurteilen und bewerten
  • Gesamtergebnis feststellen
  • Prüfung nachbereiten


Wie hoch ist der Zeitaufwand?
Das hängt vom eigenen Engagement ab und lässt sich nicht pauschalisieren. Es ist vergleichbar mit der Vereinsarbeit in der Freizeit. Wer sich stärker als Prüfer oder Vorsitzende/r in einem Prüfungsausschuss engagiert, braucht auch etwas mehr Zeit.

Muss mein Arbeitgeber mich von der Arbeit freistellen?
Wenn das Unternehmen hinter dieser Tätigkeit steht, gibt es trotz Personalengpässen meistens keine Probleme. Die Tätigkeit im Prüfungsausschuss ist ehrenamtlich. Der Arbeitgeber muss für bare Auslagen und für das Zeitversäumnis eine angemessene Entschädigung zahlen, soweit diese nicht von anderer Seite gewährt wird. Deren Höhe wird von der obersten Landesbehörde festgesetzt und von der zuständigen Stelle genehmigt.


  • Kostenlos Fortbilden
    Die durch das Prüfen im Rahmen der Dualen Berufsausbildung kostenlos erworbenen Kompetenzen nutzt der Mitarbeiter auch im Arbeitsalltag - zum Vorteil des Betriebes.

  • Auf dem Laufenden bleiben
    Über die Prüferinnen und Prüfer sichern sich Betriebe Informationsvorsprünge im Bereich der beruflichen Bildung.

  • Mitreden
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nehmen betriebsnahe Aspekte und Anliegen in der Berufsausbildung mit in den Prüfungsausschuss.

  • Positives Betriebsimage
    Betriebe beweisen durch Freistellungen Verantwortungsbewusstsein und sorgen für ein positives Image.

  • Netzwerke nutzen
    Der Betrieb erhält durch die zu Prüfungszwecken freigestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern den Zugang zu Netzwerken und Institutionen der beruflichen Bildung.


Uwe Schmidt"Ausbildung und Prüfungen sind der beste Garant
für kompetente Fachkräfte von morgen."

Uwe Schmidt, Arbeitsdirektor, ArcelorMittal, Bremen




  • Persönliches ehrenamtliches Engagement
    Die Tätigkeit als Prüferin oder Prüfer in der Dualen Berufsausbildung ist ein gesellschaftlich wichtiges Ehrenamt. Das Prüfen schult Ihre fachlichen und sozialen Kompetenzen, Ihr Einfühlungsvermögen und Ihre Menschenkenntnis.

  • Verantwortung tragen
    Übernehmen Sie innerbetriebliche Verantwortung und sorgen Sie mit für eine Ausbildung zukünftiger Kolleginnen und Kollegen, die den Betriebsanforderungen entsprechen.

  • Vernetzen
    Nutzen Sie Ihre Chance, betriebsübergreifend berufliche und private Kontakte aufzubauen und zu pflegen.

  • Repräsentieren
    Sie vertreten Ihren Betrieb in den Ausschüssen der Kammern und sorgen so für ein positives Image des Unternehmens und der IG Metall.

  • Erfahrungen sammeln und teilen
    Ihre Erfahrungen und Kenntnisse sorgen für praxisnahe Prüfungen in der Dualen Berufsausbildung.


Christian Norda"Es macht Spaß, eine gute Prüfungsatmosphäre zu schaffen."

Christian Norda, Meyer Werft GmbH





Infos und Qualifizierung für eine interessante Tätigkeit
Die Prüfungsprojekte spiegeln immer die Entwicklungen wider, die aktuell bei Kunden gerade gefragt sind. Gewerkschaften und Kammern bieten für Prüfer gezielte Qualifizierungen an. Die IG Metall unterstützt ihre Prüferinnen und Prüfer ebenfalls mit speziellen Qualifizierungen und hilft ihnen, sich untereinander zu vernetzen. So können die Prüferinnen und Prüfer ihre Erfahrungen austauschen und ihr Fachwissen erweitern. Es ist spannend und notwendig, etwas über andere Betriebe zu erfahren, um somit den Fachkräftenachwuchs zu sichern. Außerdem haben die von der IG Metall benannten Prüferinnen und Prüfer Zugang zu aktuellen Infos und Tagungsangeboten im IG Metall-Internet.

  • Prüfen Sie mit - melden Sie sich jetzt.
    Lassen Sie sich ehrenamtlich in einen Prüfungsausschuss benennen. Melden Sie sich einfach als mögliche/r Prüferin oder Prüfer. Wir leiten den weiteren Prozess für Sie in die Wege und stehen Ihnen bei offenen Fragen als Ansprechpartner zur Seite.

  • Prüfen Sie mit - registrieren Sie sich jetzt.
    Registrieren Sie sich freiwillig als Prüfer/in der IG Metall. Wir informieren Sie dann gezielt mit einem Infodienst per E-Mail oder auf Fachtagungen, zu denen wir Sie einladen.

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Jennifer Vogt
Jennifer Vogt

DOM Sicherheitstechnik GmbH & Co, Brühl
"Ich bin Prüferin, weil Ausbildungen sich an ändernde Berufsbilder anpassen müssen - das macht meine Aufgabe so spannend."

Rudi_Hettinger
Rudi Hettinger

IT Service Advisor, IBM Deutschland GmbH, Niederlassung Mainz
"Es ist klasse, auch außerhalb des Berufes den Wert meiner beruflichen Erfahrung einbringen zu können."

Silke Busch
Silke Busch

Prüferin für technische Produktdesigner, Hamburg
"Prüferin zu werden war für mich genau der richtige Weg."

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