Unbefristete Übernahme nach der Ausbildung
„Laut und stark“ beim Jugend-Aktionstag in Köln

Die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung ist die zentrale Forderung der IG Metall Jugend auf ihrem Aktionstag am 1. Oktober in Köln. Mehr als 15.000 werden dabei sein, bei den Demozügen durch die Stadt und beim Konzert abends in der Lanxess Arena.


Das Motto des Aktiontags ist „Laut und Stark – für Zukunft und Perspektiven“. Das heißt für die IG Metall Jugend vor allem, dass Auszubildende nach der Ausbildung in einen unbefristeten Jobs übernommen werden. Und zwar per Tarifvertrag. Das hat die IG Metall Jugend auf ihrer Jugendkonferenz im März beschlossen.


Für die unbefristete Übernahme nach der Ausbildung

Die gesamte IG Metall stellt sich hinter diese Forderung. Die Zukunft der jungen Generation steht im Zentrum der Politik der IG Metall, lautet der neue Grundsatz. Diesen Grundsatz greifen auch die Tarifkommissionen der einzelnen IG Metall-Bezirke für die im kommenden Frühjahr anstehenden Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie auf. Viele Tarifkommissionen, unter anderem in Baden-Württemberg, Bayern und Nordrhein-Westfalen, haben die Arbeitgeber bereits zu Vorgesprächen zur unbefristeten Übernahme aufgefordert.

Die ersten Betriebe zeigen, dass es geht: Beim Gebäudetechnik-Dienstleister Imtech und beim Automobil-Dienstleister BMG Schnellecke hat die IG Metall bereits die unbefristete Übernahme der Azubis in Firmen-Tarifverträgen durchgesetzt. Diese Unternehmen haben erkannt: Wer auch in Zukunft qualifizierte Fachkräfte will, muss jungen Menschen eine sichere Perspektive bieten.


Für „Arbeit – sicher und fair“

Junge Menschen haben es immer schwerer, in einen unbefristeten und fairen Job zu kommen. Von der weltweiten Wirtschaftskrise sind sie besonders betroffen. In den meisten EU-Ländern ist die Jugendarbeitslosigkeit auf über 20 Prozent gestiegen, in Spanien gar auf über 40 Prozent.
In Deutschand hingegen liegt sie unter 10 Prozent. Dazu hat auch wesentlich die IG Metall Jugend beitgetragen, die mit ihrer Kampagne „Operation Übernahme“ und fast 300 Aktionen in den Betrieben und auf den Straßen in vielen Fällen verhindert, dass Azubis wegen der Krise auf der Straße landen.


Doch auch in Deutschland ist die Lage junger Menschen prekär: 40 Prozent der unter 25-Jährigen steigen über Praktika, Leiharbeit oder Teilzeitjobs ins Berufsleben ein. 28 Prozent der unter 35-Jährigen hat bisher nur in befristeten Jobs gearbeitet. Das Armutsrisiko bei den 19- bis 25-Jährigen ist zwischen 1998 und 2008 doppelt so schnell gestiegen wie in den anderen Altersgruppen. Junge Menschen in prekären Arbeits- und Lebensverhältnissen können jedoch nicht planen, auch nicht die Gründung einer Familie.


Das will die IG Metall ändern. Mit ihrer Kampagne „Arbeit – sicher und fair“ trommelt sie bundesweit für sichere und faire Arbeitsplätze für die junge Generation. Auf dem Aktionstag in Köln wird die IG Metall ihre Forderungen mit ihrer „Charta für die junge Generation“ der Öffentlichkeit vorstellen:

  • Für eine sichere und faire Arbeit.
  • Für soziale Sicherheit.
  • Für die bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Leben.
  • Für gerechte Chancen auf Bildung und Ausbildung für alle.
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