Bislang werden Ausgebildete in der Metall- und Elektrobranche für ein Jahr übernommen. Das soll sich ändern: Mit ihrer Kampagne „Arbeit – sicher und fair“ plädiert die IG Metall unter anderem dafür, Ausgebildete künftig unbefristet zu übernehmen.
Der Aufschwung droht an der jungen Generation vorbeizugehen. Viele Berufseinsteiger machen die bittere Erfahrung, dass der einst klassische Weg „Schule, Ausbildung/Studium, unbefristete Beschäftigung“ immer seltener wird: 28 Prozent der Berufstätigen unter 35 kennen nichts anderes als befristete Jobs. Sie sind eine Generation auf Abruf.
Unbefristete Übernahme soll die Regel sein
Mit ihrer Kampagne „Zukunft und Perspektiven für die Junge Generation“ macht sich die IG Metall stark für die junge Generation und stellt ihre Arbeits- und Lebenssituation in den Mittelpunkt. So plädiert der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber dafür, die unbefristete Übernahme der Ausgebildeten zur Regel zu machen. In der Metall- und Elektrobranche sieht der Tarifvertrag bislang nur eine befristete Übernahme für ein Jahr vor.
Als erster IG Metall-Bezirk macht nun Nordrhein-Westfalen damit Ernst: Per Tarifvertrag will er durchsetzen, dass Arbeitgeber junge Beschäftigte künftig unbefristet übernehmen. Das hat am 31. Mai die IG Metall-Tarifkommssion für die Metall- und Elektroindustrie in NRW beschlossen. Ausgelernte sollen somit eine Chance auf eine unbefristete Anstellung in ihrem Betrieb bekommen.
Perspektiven junger Menschen duldet keinen Aufschub
„Die Übernahme muss zur Regel werden“, fordert IG Metall-Bezirksleiter Oliver Burkhard. „Hier geht es nicht um mehr Geld, hier geht es um mehr Einfluss auf faire Chancen für alle.“ Zwar läuft der Entgelttarifvertrag erst Ende März 2012 aus, und die neue Entgeltforderung wird erst im Februar nächsten Jahres beschlossen – doch die Frage der Perspektiven junger Menschen duldet „keinen längeren Aufschub mehr“, betont Burkhard.
Außerdem will die IG Metall in NRW den Einfluss der Betriebsräte bei der Leiharbeit stärken und für sie mehr Mitbestimmung durchsetzen. Hierfür gilt es, einen tariflichen Rahmen für Betriebsvereinbarungen zu schaffen. Oliver Burkhard: „Weil das Betriebsverfassungsgesetz nicht ausreicht, um der Ausweitung von billiger Leiharbeit einen Riegel vorzuschieben, sind wir dazu verpflichtet, über neue Lösungen zu reden.“
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