Gute Ausbildung wird rar. Mängel gibt es vor allem an den Berufsschulen. Aber auch viele Betriebe sind nicht „ausbildungsreif“. Zudem bildet nur noch jedes vierte Unternehmen aus. Und das obwohl immer mehr Betriebe über Nachwuchsmangel klagen. Dies sind die zentralen Ergebnisse des neuen ...
Wie gut ist die Ausbildung? Diese Frage stand in diesem Jahr im Fokus des siebten Ausbildungsreports des DGB, der dazu 12.000 Auszubildende befragt hat. Das Ergebnis: Die Qualität wird schlechter. Insbesondere die Qualität an den Berufsschulen, die dieses Jahr Sonderthema der Befragung war. Nur noch jeder zweite Azubi bewertet seinen Berufssschul-Unterricht als „gut“ oder „sehr gut“ – ein Rückgang um mehr als fünf Prozent gegenüber 2011.
Viele Betriebe nicht „ausbildungsreif“ – viele Rechtsverstöße
Aber auch in den Betrieben nehmen Mängel zu – trotz der Klagen über Bewerber- und Fachkräftemangel: Nur ein Viertel der Betriebe bildet überhaupt aus. Und selbst dort gibt es erhebliche Defizite: Jeder zehnte Azubi muss ausbildungsfremde Tätigkeiten leisten – etwa Hilfsarbeiten, Putzen oder Botengänge – was rechtswidrig ist. Ebenso viele Azubis haben keinerlei fachliche Betreuung durch Ausbilder. Und gar jeder fünfte leistet unentgeltlich Überstunden. „Angesichts der beinahe unveränderten Verstöße gegen gesetzliche Regelungen stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit der Kontrollen“, kritisiert die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock. Besonders schlecht ist die Ausbildung im Hotel- und Gaststättengewerbe sowie im Lebensmittelverkauf. Vergleichsweise gut fühlen sich Mechatronik-Azubis.
Nach wie vor Übernahme unsicher
Während in den Kernbranchen der IG Metall mit den Tarifabschlüssen in der Stahlindustrie und in der Metallindustrie die Übernahme nach der Ausbildung seit dem letzten Ausbildungsreport gut geregelt wurde, herrscht in den übrigen Branchen nach wie vor Unsicherheit. Nur ein 26,8 Prozent (2011: 24,4 Prozent) der befragten Azubis wussten zum Zeitpunkt der Befragung, ob es für sie nach der Ausbildung weitergeht. Und trotz des Bewerber- und Fachkräftemangels werden immer mehr junge Menschen prekär und befristet eingestellt.
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