15. Januar 2020
Kühlschmierstoffe in der Metallverarbeitung: Neue Stoffliste
Gut geschmiert – aber gesundheitsgerecht
Wenn es läuft wie geschmiert, ist dies in der Regel Kühlschmierstoffen zu verdanken. Die haben es allerdings in sich. Die Stoffliste für Kühlschmierstoffe für die Metallbearbeitung wurde zum 20. Mal aktualisiert.

In der metallbearbeitenden Industrie wird täglich gedreht, gefräst, gebohrt und geschliffen. Kühlschmierstoffe sorgen für minimale Reibungsverluste, schonen das Werkzeug und spülen die Späne weg. Allerdings haben sie einen hohen Preis: Sie sind schwer zu entsorgen, belasten die Umwelt und können krank machen.


Kühlschmierstoffe umwelt- und arbeitsschutzgerecht anwenden

Gemeinsam mit dem Verbraucherkreis Industrieschmierstoffe (VKIS) und dem Verband Schmierstoff-Industrie e.V. (VSI) wirken wir an der „Stoffliste für Kühlschmierstoffe (KSS) nach DIN 51385 für die Metallbearbeitung“ mit. Die Liste weist auf gefährliche Komponenten hin und hilft dabei, arbeitsschutz- und umweltgerecht sowie prozessorientiert mit Kühlschmierstoffen umzugehen. Hierbei handelt es sich hauptsächlich um


Hersteller auf Liste hinweisen

Einmal jährlich überarbeiten wir mit VKIS und VSI die KSS-Stoffliste. Diese Liste wurde nun zum 20. Mal aktualisiert und neu aufgelegt. Sie ergänzt die VKIS-Daten-Prüfblätter und weist Lieferantinnen und Lieferanten sowie Verbraucherinnen und Verbraucher darauf hin, die geltenden Gesetze und Regelwerke einzuhalten. Hersteller von Kühlschmierstoffen müssen nach EU-Recht Mindestdaten veröffentlichen, die auf gefährliche Chemikalien und ihre abzuschätzende Gefährdung hinweisen.

Wir empfehlen, die KSS-Hersteller auf die aktualisierte Liste hinzuweisen und Produktinformationen einzuholen.


20. Auflage KSS-Stoffliste, Stand: Dezember 2020 (PDF, 30 Seiten)

Anleitung für die KSS-Anwendung und Musterbrief (PDF, 4 Seiten)

FoBiG – Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH


Gesundheit und Arbeitsschutz

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