Im Jahr ihres 100-jährigen Bestehens wollte die Firma Kampf in Wiehl aus der Tarifbindung aussteigen. Doch die Chefs hatten die Rechnung ohne ihre Beschäftigten gemacht, die nach dieser Provokation zu „Kämpferinnen“ und „Kämpfern“ wurden.
Unterstützt durch die IGMetall, setzte die Belegschaft die Sicherung der Tarifverträge und die Teilhabe an künftigen Tarifentwicklungen durch.
„Mit einem hohen Organisationsgrad und einer motivierten Belegschaft lassen sich auch unter den erschwerten Bedingungen einer Pandemie sehr gute Ergebnisse erzielen“, kommentiert Verhandlungsführer und IG Metall-Sekretär Norbert Lenski.
Die 25-köpfige Tarifkommission hatte das Verhandlungsergebnis einstimmig gebilligt und für den Fall der Ablehnung durch das Unternehmen mit Warnstreiks gedroht. Einen Tag später erklärte das Unternehmen sein Einverständnis – wenn auch zähneknirschend.