30. August 2019
Menschenrechte
Gemeinsamer Einsatz für verfolgte Gewerkschafter
IG Metall und Amnesty International starten eine gemeinsame Initiative, um den Einsatz für verfolgte Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter zu verstärken.

Sie werden bedroht ― im schlimmsten Fall mit dem Tod. Noch heute werden Menschen, die sich für Beschäftigte einsetzen, die für deren Rechte und gegen Ausbeutung kämpfen, drangsaliert. „Immer noch werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in zu vielen Ländern der Welt verfolgt, eingesperrt und gar ermordet, weil sie für ihre Rechte eintreten. Damit werden wir uns niemals abfinden. Gewerkschaftsrechte sind Menschenrechte. Solidarität mit diesen Kolleginnen und Kollegen ist unsere Pflicht“, sagt Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall und Präsident von IndustriALL.

Wir als IG Metall setzen uns für verfolgte Kolleginnen und Kollegen auf vielen Ebenen ein ― auch, indem wir seit vielen Jahren die Arbeit der Menschenrechtsorganisation Amnesty International finanziell unterstützen. „Das werden wir auch weiterhin tun. Wir werden darüber hinaus unseren Einsatz, unser Engagement, unseren Kampf für verfolgte Gewerkschafter intensivieren“, erläutert Hauptkassierer Jürgen Kerner. 

„Amnesty setzt sich seit 1961 für politisch Verfolgte ein“, so Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty International Deutschland. „Heute beobachten wir, dass weltweit immer mehr Regierungen Meinungs- und Vereinigungsfreiheit systematisch einschränken. Die Arbeit der unabhängigen Zivilgesellschaft gegen gesellschaftliche Missstände oder staatliche Willkür wird so schon im Keim erstickt. Wir müssen den mutigen Menschen den Rücken stärken, die sich trotzdem unter hohem persönlichem Risiko für ihre und die Rechte anderer einsetzen. Amnesty tut dies mit ‚Mut braucht Schutz‘, einer aktuellen Kampagne zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern.“

Vor dem Hintergrund der enger werdenden Spielräume für zivilgesellschaftliches Engagement starten die IG Metall und Amnesty International eine gemeinsame Initiative, um den Einsatz für verfolgte Gewerkschafter und Gewerkschafterinnen zu verstärken. Dafür suchen wir auch ehrenamtliche Aktive, die die Situation von Gewerkschaftern und Gewerkschafterinnen weltweit beobachten und sich für konkrete Fälle einsetzen möchten. 

Die Unterstützung verfolgter Gewerkschafter kann nur gelingen, wenn sie von engagierten Menschen getragen und geleistet wird. Jede Metallerin und jeder Metaller kann helfen. Wer Zeit und Kraft hat, sich zu engagieren, wird gebraucht, egal in welcher Region er wohnt. Je mehr mitmachen, desto mehr Hilfe für verfolgte Gewerkschafter wird möglich.


Mehr Informationen erhaltet Ihr per E-Mail. Schreibt bitte an: amnesty@igmetall.de


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