1. April 2021
Jugend
Stärker in die Zukunft dank Tarif
Mit viel rotem Rauch macht die IG Metall Jugend auf ihre Forderungen aufmerksam.

Gesehen und gehört werden – das hat die IG Metall Jugend bei ihrer Warnstreikaktion Anfang März in Gelsenkirchen unter dem Motto „Ohne Wenn und Aber“ gefordert. „Wir kämpfen für unsere Zukunft. Für eine sichere und eine solidarische Zukunft. Gegen eine Generation Corona. Wir als IG Metall Jugend wollen gesehen und gehört werden“, sagte Cosima Steltner, Jugendvertreterin der ThyssenKrupp AG Essen, auf der Bühne in einem umgebauten Autokino. Auf ihr Kommando zündeten 40 Auszubildende und dual Studierende Bengalos, begleitet von lautstarkem Hupen.

Die Aktion vor dem Amphitheater in Gelsenkirchen war eine von mehr als 500 mit insgesamt knapp 230 000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die die Beschäftigten mit der IG Metall allein in der ersten Woche nach Ende der Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie auf die Beine gestellt haben. Doch nicht nur Beschäftigte aus der Metall- und der Elektroindustrie beteiligten sich, auch Metallerinnen und Metaller aus den anderen Branchen solidarisierten sich. So auch bei der Aktion in Gelsenkirchen.

Die Beschäftigungssicherung steht in der Tarifbewegung 2021 der IG Metall im Vordergrund, als Reaktion auf die Coronakrise. Ebenso fordern die Beschäftigten vier Prozent mehr Entgeltvolumen. Sichere Arbeitsplätze gibt es nur mit Zukunftstarifverträgen, die im Zuge der Transformation dafür sorgen, dass die Arbeitsplätze auch in fünf Jahren noch da sind. Außerdem macht sich die IG Metall dafür stark, dass die Ausbildungsplätze erhalten werden, die Qualität der Ausbildung noch verbessert wird und die mittlerweile über 110 000 dual Studierenden in den Betrieben endlich in die Tarifverträge aufgenommen werden. Auch das ist Investition in die Zukunft.

„Die Jugend darf nicht aus dem Blickfeld geraten“, sagt auch Mohamed Al Kadi, Jugendsekretär der IG Metall in Gelsenkirchen. „Wir wollen mit unserer Aktion allen zeigen, dass wir da sind und dass wir für unsere Forderungen kämpfen werden. Ob mit Corona oder ohne.“


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