PRESSE-STATEMENT
Vier-Tage-Woche für die Stahlindustrie

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, zur Forderung einer Vier-Tage-Woche für die Stahlindustrie

5. April 20235. 4. 2023


In der nächsten Tarifrunde für die westdeutsche Stahlindustrie will die IG Metall eine Viert-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich fordern. Dazu Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall:

„Die Vier-Tage-Woche wird seit Jahren von der IG Metall nicht nur gesellschaftlich vorangetrieben, sondern auch konkret umgesetzt. Mit der tariflichen Möglichkeit zur befristeten Absenkung der Arbeitszeit oder als Instrument zur Beschäftigungssicherung kann die Vier-Tage-Woche schon heute für viele Kolleginnen und Kollegen realisiert werden. Die Forderung, in der Stahlbranche die Vier-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich umzusetzen, zielt erstmals auf einen kollektiven, tariflich abgesicherten Anspruch für Beschäftigte einer ganze Branche. Das ist ein nächster Schritt in eine attraktive industrielle Arbeitswelt, die Leben und Arbeit gut vereinen lässt.

Die Stahlindustrie war schon oft Vorreiter für fortschrittliche tarifliche Regelungen – auch bei der Arbeitszeit. So streikten die Kolleginnen und Kollegen dort bereits 1978 für eine 35-Stunden-Woche. Insofern hat auch diese Forderung grundsätzlich Ausstrahlung über die Stahlbranche hinaus. Allerdings stehen größere Tarifverhandlungen bei der IG Metall in diesem Jahr (abgesehen von der laufenden Kfz-Tarifrunde) nicht mehr an.“

Weitere Informationen und Pressebilder von Jörg Hofmann

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