PRESSE-STATEMENT
Die ökologische Wende gelingt nur mit Investitionen

Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, zu den Perspektiven für Ostdeutschland



 

 

Jörg Hofmann: „Viele Industriebriebe in Ostdeutschland gibt es nur noch, weil die Belegschaften zusammen mit Betriebsräten und Gewerkschaften dafür gekämpft haben. Die Rettung des Siemens-Standortes in Görlitz ist dafür ein Beispiel. Die Transformation bedeutet für Ostdeutschland den zweiten tiefgreifenden Umbruch innerhalb einer Generation. Er muss genutzt werden, um den Menschen eine Perspektive zu geben und Industriebeschäftigung zu sichern. Beim ökologischen Umbau der Industrie darf die soziale Seite nicht vernachlässigt werden. Klimaschutz und gute, sichere Arbeitsplätze dürfen kein Widerspruch sein. Dazu sind Investitionen in die Qualifikation der Beschäftigten und in Standorte nötig, ebenso eine kluge Industrie- und Strukturpolitik sowie eine enge Kooperation mit Forschungseinrichtungen. Kommt es dagegen zu einer weiteren De-Industrialisierung, profitieren davon nur die Rechtspopulisten.“

„30 Jahre nach dem Fall der Mauer ist es höchste Zeit, Unterschiede in der Arbeitszeit zwischen West und Ost zu überwinden. Noch immer arbeiten die Beschäftigten in der ostdeutschen metall- und Elektroindustrie drei Stunden in der Woche länger als ihre Kollegen im Westen – für das gleiche Geld. Jungen Menschen ist dieser Unterschied nicht zu vermitteln. Gerade sie erwarten von uns, dass die Arbeitszeiten angeglichen werden. Eine hohe Tarifbindung ist ein wirksames Instrument, um die Lebensverhältnisse im Osten und im Westen anzugleichen.“

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