Pressemitteilung Nr. 29/2021
ITK-Entgeltanalyse: Stabil trotz Krise – Mehr Geld und weniger Arbeit für Beschäftigte mit Tarif

Beschäftigte mit Tarif verdienen über alle Jobfamilien und Hierarchiestufen hinweg 14% mehr +++ Christiane Benner: „Tarifverträge sind nicht nur die Grundlage für bessere Verdienste, sondern für bessere Arbeitsbedingungen insgesamt +++ Erhebung von über 41.700 Entgeltdaten in 120 Betrieben


Frankfurt am Main – Die jährlich durchgeführte Erhebung der IG Metall von Entgelten in der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche (ITK) ergab branchenübergreifend durchschnittlich leichte Einkommenszuwächse von 0,2%.  Beschäftigte mit Tarif verdienen dabei über alle Jobfamilien und Hierarchiestufen hinweg 14% mehr.

Besonders deutlich wird der positive Effekt von Tarifbindung am Beispiel von Projektmanager*innen.  Das Einkommen von tariflich Beschäftigten ist hier im Mittelwert bis zu 26% (17.545€) höher als bei Beschäftigten ohne Tarifvertrag.

Christiane Benner, Zweite Vorsitzende der IG Metall, kommentiert die Ergebnisse der Erhebung: “Die Ergebnisse der Befragung bestätigen wieder einmal, dass Beschäftigte in Unternehmen mit Tarifbindung besser bezahlt werden. Es ist davon auszugehen, dass junge Fachkräfte im IT-Bereich ihre Jobentscheidungen künftig noch stärker daran orientieren, ob ihr Arbeitgeber tarifgebunden ist. Tarifverträge sind nicht nur die Grundlage für bessere Verdienste, sondern für bessere Arbeitsbedingungen insgesamt, zum Beispiel für familienfreundliche Arbeitszeiten.“

Die ITK-Entgeltanalyse erfasst auch die durchschnittliche Wochenarbeitszeit. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Beschäftigten mit Tarifvertrag arbeiten 37,5 Stunden oder weniger. Bei den Beschäftigten ohne Tarifvertrag tun dies nur 6,7%, alle anderen arbeiten länger. Trotz der niedrigeren Arbeitszeit weisen Beschäftigte mit Tarif ein höheres Jahresentgelt auf.

Diese Ergebnisse gehen aus der ITK-Entgelterhebung 20/21 hervor, bei der in 120 Betrieben über 41.700 Entgeltdaten erhoben wurden.  Diese Erhebung wird jährlich durchgeführt. Die gestiegene Beteiligung sorgt in diesem Jahr für noch aussagekräftige Daten.

Die Ergebnisse der Erhebung können für alle verfügbar unter itk-entgeltanalyse.igmetall.de abgerufen werden. Dort bietet sich darüber hinaus die Möglichkeit eines individuellen Entgeltvergleichs. Außerdem ist eine Übersicht über die Systematik mit der die verschiedenen Jobs der Branche in 16 Jobfamilien mit insgesamt 74 Hierarchiestufen eingeordnet werden, verfügbar und sorgt so für Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

weitere Informationen und Pressebilder von Christiane Benner

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