PRESSESTATEMENT
IG Metall zu den Ergebnissen des Koalitionsausschusses

Die heute vorgestellten Ergebnisse des Koalitionsausschusses kommentiert die Erste Vorsitzende der IG Metall, Christiane Benner:


2. Juli 20262. 7. 2026


„Ein Ergebnis wie eine bunte Tüte Süßes und Saures: Wir freuen uns über das klare Bekenntnis zur Mitbestimmung, sie ist DNA unseres Standorts. Es ist gut, dass durch die Steuerreform mehr Netto vom Brutto bei den Beschäftigten bleibt. Auch die Erhöhung des Kindergelds und des Grundfreibetrags hilft genau den Richtigen und die Gegenfinanzierung durch die Reichensteuer sorgt für ein bisschen mehr Fairness in diesem Land. Jetzt gilt: Superreiche und Erben in den Blick nehmen! Bei der Rentenreform ist klar: Wir werden mit Klauen und Zähnen für den Erhalt der Rente nach 45 Beitragsjahren und der Altersteilzeit kämpfen – und auch der Kampf um den 8-Stunden-Tag geht weiter. Reformen müssen Wachstum bringen! Die Industrie insgesamt, aber besonders durch Standortbekenntnisse bei staatlicher Förderung zu stärken, das ist gut und muss ausgeweitet werden.

Die beschlossenen arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen zur Qualifizierung, gerade von jungen Menschen, und Weiterbeschäftigung begrüßen wir sehr. Die Maßnahmen sind bei knapp 3 Millionen jungen Menschen ohne Abschluss überfällig. Die Ausweitung von Befristungsmöglichkeiten ohne Anlass und das Aufweichen vom Kündigungsschutz sind ein Angriff auf Beschäftigtenrechte. Auch mit der Abschaffung der telefonischen Krankschreibung und der verpflichtenden Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (AU) ab dem ersten Tag wurde den Arbeitgebern eine unsoziale Wunschliste erfüllt, die mehr Menschen in die Unsicherheit entlassen und die Hausarztpraxen überfordern wird. Ich kann an die Arbeitgeber nur appellieren: Ihre Wünsche sind erfüllt, hören Sie nun auf zu jammern und kümmern Sie sich jetzt endlich um die Sicherung der Arbeitsplätze in diesem Land!“

Weitere Informationen und Pressebilder von Christiane Benner

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