PRESSEMITTEILUNG NR. 04/2019
Mehr Geld für Beschäftigte in der westdeutschen Textilindustrie, Altersteilzeit verbessert

Mehr Einkommen für Beschäftigte der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie in zwei Stufen um 4,9 Prozent und 340 Euro Einmalzahlung +++ Auszubildende erhalten in zwei Stufen Entgelterhöhungen um jeweils 30 Euro und einmalig 170 Euro für 6 Monate +++ Aufzahlung bei Altersteilzeit auf 600 Euro


Bielefeld ― Nach Angaben der IG Metall haben sich die Tarifpartner der westdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie in der dritten Verhandlungsrunde auf einen Tarifabschluss geeinigt. „Mit dem Tarifergebnis erhalten die Beschäftigten in zwei Stufen 4,9 Prozent mehr Geld“, sagte der Verhandlungsführer der IG Metall, Manfred Menningen, am Mittwoch in Bielefeld. „Der IG Metall ist es gelungen, für die Beschäftigten eine Reallohnerhöhung durchzusetzen. Die Aufstockung der Altersteilzeitbeiträge hilft, den demografischen Wandel in den Unternehmen im Sinne der Beschäftigten zu gestalten.“

Dieses Ergebnis sei vor allem durch den Druck der mehr als 10 000 Warnstreikenden erreicht worden. Der für die 100 000 Beschäftigten der Branche erzielte Abschluss sieht ab 1. August 2019 eine Entgelterhöhung von 2,6 Prozent und ab 1. September 2020 um 2,3 Prozent vor. Für die Monate Februar bis Juli erhalten die Beschäftigten einmalig 340 Euro. Die Ausbildungsvergütungen steigen im selben Zeitraum um jeweils 30 Euro/Monat. Außerdem erhalten sie eine Einmalzahlung von 170 Euro für 6 Monate. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten und endet am 31. Januar 2021.

Darüber hinaus werden die Altersteilzeitaufzahlungen in der ersten Stufe auf 570 Euro und in der zweiten Stufe auf 600 Euro aufgestockt. Das Urlaubsgeld erhöht sich in diesem Jahr um 2,6 Prozent und 2020 um 2,3 Prozent.


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