PRESSESTATEMENT
IG Metall zum Beschluss der Reform der Gebäudeförderung

Zum Beschluss der Reform der Gebäudeförderung äußern sich der Zweite Vorsitzende der IG Metall, Jürgen Kerner und Nadine Boguslawski, Tarifvorständin der IG Metall:


9. Juli 20269. 7. 2026


„Wärmepumpenförderung an lokale Wertschöpfung zu knüpfen, ist ein richtiger Schritt zu kluger Industriepolitik. So stärken wir Standort und Beschäftigung, besonders in der Heizungsindustrie und im Handwerk“, stellt Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, fest. Lokale Wertschöpfung bei öffentlichen Fördermaßnahmen zu verlangen, sollte eine industriepolitische Selbstverständlichkeit werden, um uns vor unfairen Wettbewerbsverzerrungen zu schützen, führte der für Industrie- und Branchenpolitik zuständige Zweite Vorsitzende weiter aus.

„Gleichermaßen bedarf es deutlich mehr Tarifbindung bei den ausführenden Handwerksbetrieben, sowohl im Sinne der fairen Beschäftigung als auch des Verbraucherschutzes“, erläutert Nadine Boguslawski, Tarifvorständin der IG Metall.

Den Förderungsschwerpunkt bei kleinen und mittleren Einkommen zu setzen ist richtig, so Kerner und Boguslawski. Die Gesamtfördermenge allerdings herabzusetzen, ist kein gutes Signal für eine Wärmewende im Gebäudesektor und bedeutet einen klimapolitischen Rückschritt. Negativ wirkt die Unsicherheit, die durch ständige Änderungen der Förderrichtlinie entstanden ist. Verlässliche Regelungen können und müssen dem nun vorbeugen.

 

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