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IG Metall begrüßt Einigung auf EU-Stahlzölle

+++ Das Europaparlament und der Rat der 27 EU-Mitgliedsländer haben sich auf eine Ausweitung der EU-Stahlzölle geeinigt +++ Jürgen Kerner, Zweiter Vorsitzender der IG Metall:

14. April 202614. 4. 2026


„Die strikten Importquoten in Kombination mit wirksamen Zöllen sind die richtige Antwort auf den verzerrten Wettbewerb. Die Maßnahmen können dazu beitragen, industrielle Arbeitsplätze in Deutschland und Europa zu sichern. Die Einigung ist insofern eine gute Nachricht für Zehntausende Beschäftigte – nicht nur in der Stahlindustrie selbst, sondern auch in den nachgelagerten Wertschöpfungsketten.

Allerdings ist auch klar: Handelspolitik allein ist kein Garant für das Überleben der europäischen Stahlindustrie und der Arbeitsplätze dort. Dazu gehört mehr: Die Politik muss die Nachfrageseite durch Wachstumsimpulse und Investitionsanreize stärken. Sie muss für international wettbewerbsfähige Energiepreise sorgen. Und sie muss grüne Leitmärkte schaffen, damit der klimagerechte Umbau der Industrie Fahrt aufnimmt und neue Arbeitsplätze entstehen.

Jenseits der Zölle muss gerade emissionsarmer Stahl durch Local-Content-Regelungen gestärkt werden, etwa indem bei öffentlichen Aufträgen, Infrastrukturprojekten und der industriellen Transformation konsequent in Europa produzierter und CO₂‑armer Stahl eingesetzt wird. Hier ist jetzt die Bundesregierung in der Pflicht, schnell die nötigen Schritte einzuleiten und eindeutige Signale in die Branche zu senden.“

 

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