PRESSEMITTEILUNG
Holz- und Kunststoff-Industrie: Arbeitgeber blockieren, IG Metall startet Warnstreiks

Unternehmen gegen Lohnerhöhungen 2026 +++ Warnstreiks ab 7. Januar +++ Boguslawski: „Wer Löhne einfrieren will, gefährdet Fachkräfte und Kaufkraft“

6. Januar 20266. 1. 2026


Frankfurt am Main – Ab dem 7. Januar ruft die Gewerkschaft IG Metall Beschäftigte der holz- und kunststoffverarbeitenden Industrie zu Warnstreiks auf. Die Branche zählt bundesweit insgesamt 166.000 Beschäftigte.

Tarifvorständin Nadine Boguslawski bezeichnete das Verhalten der Arbeitgeberverbände in den ersten Tarifverhandlungen als ärgerlich und unproduktiv: „Die Beschäftigten brauchen Sicherheit und Perspektiven statt Stillstand. Sie leiden unter immer weniger Kaufkraft und mehr Arbeitsbelastung, die Unternehmen unter Abwanderung von Fachkräften. Und die Arbeitgeber bieten: nichts.“

Die IG Metall fordert eine Lohnerhöhung von 5 Prozent, für Auszubildende überproportional mehr. Die Arbeitgeberverbände dagegen wollen für das gesamte Jahr 2026 keinerlei dauerhaftes Plus in der Entgelttabelle. Boguslawski: „Wer die Löhne einfrieren will, gefährdet Fachkräfte und Kaufkraft. Wir fordern 5 Prozent mehr Geld, damit die Menschen sich ihr Leben leisten können und die Betriebe attraktiv bleiben.“ Die Arbeitgeber ignorieren die Lage und Belastung ihrer Beschäftigten sowie das erwartete leichte Plus der Wirtschaft 2026. Boguslawski: „Wachstum braucht jetzt Warnstreiks.“

Die Beschäftigten der Holz-, Möbel- und Kunststoff-Industrie arbeiten unter anderem für Kfz-Zulieferer, Caravan-, Küchen- und Klavierbauer. 38.000 Beschäftigte profitieren direkt vom Flächen-Tarifvertrag der IG Metall. Dazu kommen noch zahlreiche Betriebe mit einer mittelbaren Wirkung des Tarifvertrags, die sich mit oder ohne Haus-Tarifvertrag an den Tarifabschlüssen der Gewerkschaft orientieren.

 

Hinweis für Redaktionen:
Regionale Pressekontakte erhalten Sie über die IG Metall-Bezirksleitungen: igmetall.de/presse-bezirke

Pressemitteilungen abonnieren