PRESSEMiTTEILUNG NR. 31/2019
Betriebsräte-Preis: Auszeichnung für Transformationsprojekte bei der Siemens AG

Zukunftsvereinbarung zum strukturellen Wandel sichert Arbeitsplätze bei Siemens +++ Digitales Vorzeigewerk Siemens-Tübingen durch aktive Mitbestimmung geschaffen +++ Erfolgreiche Transformation braucht Mitbestimmung und Investitionen


Bonn – „Mitbestimmung, engagierte Belegschaften und starke Betriebsräte sind wichtig, damit die Transformation im Interesse der Beschäftigten gestaltet werden kann“, sagte Jörg Hofmann, Erster Vorsitzender der IG Metall, am Donnerstag in Bonn in seiner Laudatio auf die Gewinner des Betriebsrätepreises in der Kategorie Gold.

Ausgezeichnet wurden der Gesamtbetriebsrat der Siemens München AG und der Betriebsrat der Siemens Tübingen AG für Transformationsprojekte, mit denen Arbeitsplätze gesichert und der Standort Tübingen erhalten wurde. „Die Betriebsräte haben nicht tatenlos zugeschaut, sondern den strukturellen Wandel, die Transformation, aktiv mitgestaltet“, sagte Hofmann.

Personalabbau, Verlagerungen und Standortschließungen standen im Raum. Das wollte der Gesamtbetriebsrat nicht hinnehmen. Am Ende des Konflikts, den die Arbeitnehmervertreter zusammen mit der IG Metall geführt haben, stand die Zukunftsvereinbarung zum strukturellen Wandel. Sie sichert für die Beschäftigten der Siemens AG einen „Zukunftsfonds“ im Umfang von 100 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren für die Umqualifizierung der Beschäftigten: durch Weiterbildungsmaßnahmen, Lernprogramme und die dafür nötigen Instrumente.

Am Standort Tübingen, wo seit längerem rote Zahlen geschrieben wurden, haben Beschäftigte und Betriebsrat mit Unterstützung der IG Metall Konzepte vorgelegt, um Einsparungen zu erreichen und Arbeitsplätze zu sichern. Heute ist das Werk Tübingen dank des Zukunftsfonds und des Engagements der Belegschaft und des Betriebsrates ein digitales Vorzeigewerk.

Unterstützt wurden die Siemens-Betriebsräte durch ein Projekt aus dem Programm „Arbeit und Innovation“ der IG Metall. Mit diesen Projekten steht die Gewerkschaft Betriebsräten, Vertrauensleuten und innerbetrieblichen Experten im Transformationsprozess zur Seite.

„Die Transformation wird nur gelingen, wenn investiert wird, wenn die Menschen im Mittelpunkt stehen und die Instrumente der Mitbestimmung genutzt werden“, sagte Hofmann.

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